ARD radiofeature über V-Männer

Nettes ARD radiofeature: „Genosse Quelle, Kamerad V-Mann“. Es geht um V-Männer, in erster Linie generell, aber es werden auch einzelne V-Männer wie Peter Urbach beleuchtet. Es gibt zwar nicht viel neues, dafür so tolle Dinge wie dieses Zitat von Clemens Binninger:

V-Leute sind keine Beschäftigte oder gar Beamte des Staates. V-Leute sind Teil einer kriminellen Szene oder einer extremistischen Szene, und sie werden dadurch nicht in ihren Ansichten geläutert, dass sie bereit sind, für Geld mit den Sicherheitsbehörden zusammenzuarbeiten.

Das kann man so stehen lassen. Binninger sagt in dem Feature auch noch, dass V-Männer eigentlich keine Aussteiger sein können, weil sie bei der Ablehnung dieser Gesinnungen schlecht schauspielern können um an brauchbare Informationen heranzukommen. Das klingt einleuchtend.

Später kommt dann, dass solchen V-Männern 1.000 € monatlich an Lohn angeboten wird, natürlich steuerfrei. Kein Wunder, dass es dann so viele Falschinformationen gibt, schließlich müssen V-Männer liefern damit diese Finanzierung nicht wegbricht.

Lustig am Rande noch: Günther Beckstein wollte dem Autor kein Interview geben. Hört selbst, was der mit V-Männern zu tun hat (Stichwort: Martin Wiese).

MP3-Mitschnitt (49 MB)
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Berliner Polizeifunk abgehört

Am Samstagabend gab es in Berlin eine Auseinandersetzung zwischen der Polizei und Linksextremen. Dabei haben die Linksextremen wohl den Polizeifunk abgehört und davon nun eine Abschrift online gestellt.

Lustiger Weise verzögert sich die Umstellung auf den etwas sichereren digitalen Polizeifunk immer wieder, eigentlich sollte der schon seit 2006 umgestellt sein. Der SPIEGEL hatte im letzten Jahr was dazu, auch in deren Archiv ist viel darüber nachzulesen. (Lest euch wenigstens den Artikel durch, der Digitalfunk scheint nämlich auch kein Heilmittel zu sein.)

Und wenn wir schon bei Polizeifunk sind: Auch bei der Loveparade-Katastrophe letztes Jahr gab es Funkprobleme und die meisten Polizisten hatten für ihre Handys keine Vorrangschaltung beantragt.

FDP-Mitglieder gehen in DIE FREIHEIT

Erinnert sich noch jemand an Stefan „Aaron“ Koenigs rechtspopulistische Partei DIE FREIHEIT? Die wird gerade zum Auffangbecken für ausgetretene FDP-Leute, wie der Hessische Rundunk schon Anfang Dezember berichtete:

(YouTube)

Die Ex-FDPler verteidigen da auch Thilo Sarrazin vor der Kamera, weil sich DIE FREIHEIT Sarrazins haltloses Buch als Vorbild nimmt. Besonders lustig ist, dass die Gegenstimmen gegen Sarrazin als „Rufmord“ bezeichnet werden. Die Strategie hat Sarrazin ja selbst gefahren und im Moment fährt ihr die gleiche Masche bei den kritischen Stimmen über seine Frau.
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Rechte Ansichten in der Piratenpartei

In den letzten Tagen hat es bei der Piratenpartei einiges in Sachen rechtspolitische Ansichten gegeben.

Wolfgang Dudda, Beisitzer im Bundesvorstand, hat erklärt, dass er an den Vorstandssitzungen nicht mehr teilnimmt, bis endlich etwas in der Sache gegen Bodo Thiesen passiert. Die lange Geschichte könnt ihr drüben lesen.

Dirk Ziegenbalg, Mitglied der Piratenpartei, hat im Forum dafür geworben, den mehrfach für Volksverhetzung verurteilten ehemaligen RAF-Terroristen Horst Mahler freizulassen (der Thread wurde mittlerweile gelöscht).

Und dann hat ein Moderator des Piratenpartei-Forums (und auch Parteimitglied?), „Elohim“, Nationalsozialisten mit Linksextremen verglichen (der Thread ist noch online).

Tja liebe Piratenpartei, jetzt müsst ihr aber gucken, dass das Schiff nicht von den Nazis gekapert wird. Auf in die Schlacht, denn Holocaust-Leugnungen sind auch mit der Meinungsfreiheit nicht mehr zurechtfertigen.