Neues zum Anti-Atomkraft-Video

Der SPIEGEL hat mal einiges zu dem Anti-Atomkraft-Video zusammengetragen, hier ist der Bericht. Da sind wirklich tolle Passagen bei, wie z.B. das Zitat der Lehrerin:

„Ich habe den Schülern die Vorteile von Atomkraftwerken durchaus genannt: dass sie Strom liefern“

STRIKE! :D

Aber es gibt auch einen Grund, weshalb das Video sehr wahrscheinlich nicht angenommen wird – und das nicht aus Kritikgründen, sondern weil die Teilnahmebedingungen nicht eingehalten wurden:

Denn das Video der Lörracher Schüler war zu lang, über zwölf Minuten, die maximale Länge sind fünf Minuten. Und am Ende war Gema-pflichtige Musik zu hören.

Die Schüler haben den Film noch einmal gekürzt und die Musik rausgeschnitten, in der Nacht auf Donnerstag luden sie ihn auf dem Wettbewerbsportal hoch. Beim Voting wird er voraussichtlich trotzdem nicht zu sehen sein. Die Schüler stellten den Film nach 0 Uhr auf den Server, zu spät, die Einsendefrist war abgelaufen.

Wieso gibt es eigentlich immer bei solchen Aktionen irgendeinen Fail, der den „Gegnern“ recht gibt? Denn mit dem einfachen Grund kann EnBW natürlich das Video jetzt in die Mülltonne legen, ohne dass man von Zensur sprechen kann.

Interessant ist auch, dass RWE ebenfalls einen solchen Wettbewerb hat. Den gibt es sogar ganz unverblümt unter rwe-schulwettbewerb.de, die verheimlichen nichtmal, dass es da hauptsächlich um die PR für RWE geht – was auch ein Blick ins Impressum verrät, dort ist die Abteilung „Kommunikation/Regionales Marketing“ von RWE angegeben. Auch hier natürlich alles im passenden RWE-Design.

Einfach nur eklig, wie die Atomkonzerne versuchen bei Kindern zu werben. Warum gibt es kein Gesetz, dass Unternehmen keine Schulwettbewerbe sponsoren dürfen?

Kritisches Video über Atomkraft wegen EnBW-Sponsoring [UPDATE]

Das Kultusministerium in Baden-Württemberg veranstaltet einen Schülerwettbewerb und lässt sich dabei vom Atomkonzern EnBW sponsoren. Eine Hauptschule aus Lörrach hat dazu folgendes großartiges Video gemacht:

http://www.youtube.com/watch?v=f_f_xVWjHhI

Laut YouTube-Namen scheint das diese Schule zu sein, den Wettbewerbsaufruf scheint es nicht online zu geben (zumindest ist er nicht googlebar).

Tolle Idee und auch wenn es fraglich ist, ob das Video überhaupt angenommen wird für den Wettbewerb: Ich hoffe das Video gewinnt den Schülerwettbewerb! Nicht wegen diesem Kamera-Gewinn, sondern damit der Sponsor EnBW doof da steht. Die haben sich über Twitter nämlich schon wie folgt zu dem Video geäußert:

Das Thema erfordert einen differenzierten Dialog und mehr als sich nur oberflächlich damit zu beschäftigen.

Das ist immer die (schlechte) Verteidigungskarte der Atomkonzerne: „Ihr macht keine Energie, ihr wisst nicht wie das funktioniert, ihr beschäftigt euch damit nicht, ihr habt keine Ahnung dass das toll ist! Nur wir können wissen, dass Atomkraft gut und sicher ist!!11einself!“ – So sicher wie Tschernobyl und Fukushima. ;-)

UPDATE: Hier ist die Seite zu dem Schulwettbewerb. Man beachte die Farbgebung in den gleichen Farben wie die EnBW-CI. Da kann man ja schon von einer Werbekampagne reden.

Hier gibt es noch einige weitere Tweets dazu.