"Die Story" über CO-Pipeline, Anti-Atomkraft und Olympia 2018

In der WDR-Sendung “Die Story” vom Montag ging es über “Protestbürger”. Gezeigt wurden die Proteste der CO-Pipeline in Duisburg, die Anti-Atomkraft-Proteste in Lubmin und die Proteste gegen Olympia 2018 in Garmisch-Partenkirchen. Ankündigung:

Es rumort in Deutschland. Zahllose Menschen gehen auf die Straße, um zu demonstrieren: Lehrer, Hausfrauen, Sekretärinnen, Rentner. Menschen vor allem aus der bürgerlichen Mitte. Sie protestieren gegen Atomkraft, gegen Großprojekte vor der eigenen Haustür. Menschen mucken auf, weil sie sich bedroht fühlen. Weil sie Entscheidungen in Behörden als willkürlich empfinden und den Politikern nicht mehr vertrauen. Eine neue Protestkultur entsteht.

Eine sehr interessante Dokumentation. Für mich besonders der Teil über die CO-Pipeline, da diese auch bei mir nur wenige hundert Meter entfernt vorbeiläuft. Erschreckend was für Wirtschafts-Sprech der Grünen-Abgeordnete da ablegt, obwohl die Grünen im NRW-Landtag mit einem Antrag im letzten Jahr versucht hatten, den Pipeline-Bau zu stoppen (Infos).

Die Sendung kann man online sehen oder als MP4-Podcast (151 MB) runterladen. Zumindest der Podcast scheint knapp ein Jahr lang zur Verfügung zu stehen.

Nächster Castor-Transport im Februar

Kurze Durchsage von lubmin-nix-da:

Nächster #Castor von #Karlsruhe über #HGW nach #Lubmin vorraussichtlich 15.-18. Februar 2011

Falls schonmal jemand Urlaub nehmen will… ;-)

Deutsche Castor-Route

Gegenüber der taz will man sich zwar nicht zur deutschen Route des Castors nach Lubmin äußeren, Contratom hat jedoch die möglichen Routen zusammengefasst:

An welchen Wendepunkten es in welche Richtung geht wird durch den Verlauf auf castorticker.de ersichtlich.

(Grafik: Contratom)

Heute rollt der Castor wieder [UPDATE]

Um 20:25 Uhr soll er heute in Aix-en-Provence starten: Der Castor nach Lubmin.

Schon am Samstag wurde ein Teil des Fahrplans geleaked (PDF), die letzte Station auf dem Fahrplan ist “15:57 Neuenburg” am morgigen Mittwoch. Dort dürfte es dann direkt durch Baden-Wüttemberg in Richtung Neubrandenburg nach Lubmin gehen, mehr ist bislang nicht bekannt. Da es diesmal “nur” vier Castorbehälter sind dürfte die Fahrt schneller gehen als nach Gorleben – Protestaktionen könnten dem Ganzen natürlich einen Strich durch die Rechnung machen. Eine Kletteraktivistin, die ähnlich wie die Kletterer in Kassel schon 2008 den Castor um ganze sechs Stunden verzögerte, hat auch für dieses mal eine Protestaktion angekündigt.

Der ursprünglich geplante Castor-Transport von Ahaus ins russische Majak, der ebenfalls am 15. Dezember stattfinden sollte, wurde letzte Woche von Umweltminister Norbert Röttgen gestoppt. Dafür ist noch im Frühjahr 2011 ein weiterer Castor-Transport nach Lubmin geplant, dann sollen es fünf Castor-Behälter sein.

Aktuelle Informationen gibt es wieder bei castorticker.de bzw. @castorticker, einen taz-Ticker gibt es bislang nicht.

Und wo wir gerade bei Atommüll sind: Die Asse sauft immer weiter ab.

UPDATE: Der Castor ist bereits 21 Minuten früher als geplant um 20:04 Uhr gestartet, laut der taz sind 3.000 Polizisten im Einsatz.