Julian Assange wird zur Marke

Netzpolitik berichtet: WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat seinen Namen als Marke angemeldet. Die Marke soll folgendes abdecken:

Class 41: Public speaking services; news reporter services; journalism; publication of texts other than publicity texts; education services; entertainment services.

Ich vermute, dass das mit der bald kommenden Biografie von Assange zusammenhängt. Dennoch hat das ganze einen schalen Beigeschmack. „Inside WikiLeaks“ existiert übrigens nicht als Marke.

Dafür hat eine gewisse Natascha Bolden im Dezember die Marke „WIKILEAKS“ [sic!] in Deutschland angemeldet. Mal sehen was daraus wird.

Und jetzt noch ein kleines Abschweifen: Im letzten Sommer hatte ich ja mal über Lena als Marke berichtet und mittlerweile gibt es da ein Update, was ich hier mal noch erwähnen will: Die ursprüngliche Anmeldung wurde nicht angenommen, jedoch ist „Lena Meyer-Landrut“ in der Tat nun eine Marke, die auf Lena und Raab TV eingetragen wurde.

Irgendwie sind Markenanmeldungen manchmal doch spannend.

Lena wird zur Marke

Es ist unglaublich, wie heutzutage aus wirklich alles und jedem Kommerz geschlagen werden will. Am 04. Juni hat tatsächlich jemand die Marke „Lena Meyer-Landrut angemeldet:


Derzeit läuft noch die Anmeldung, spannend wird es, wenn die Marke tatsächlich eingetragen werden sollte – dann wäre eine Abmahnwelle durchaus möglich.

Angemeldet wurden u.a. Rechte an „Ton-, Bildton- und Datenträger; Ton-, Bildton- und sonstige Dateien in Datennetzen (herunterladbar)“ sowie „Druckereierzeugnisse (einschließlich Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Broschüren, Photographien, Poster, Kalender, Post- und Ansichtskarten)„, was die Berichterstattung treffen könnte. Für Fanforen wird es mit den Rechten an „Bereitstellen von Chatlines, Chatrooms und Foren im Internet; elektronischer Austausch von Informationen mittels Chatlines, Chatrooms und Internetforen“ ebenfalls eng. Mit „Unterhaltung (einschließlich Rundfunk-, Internet- und TV-Unterhaltung); Musikdarbietungen; […] Produktion von Musik-, Video- und Fernsehsendungen“ könnten sogar Stefan Raab Schranken gesetzt werden.

Spannend wird jedenfalls die Reaktion von Stefan Raab und den Vermarktern rund um Lena ohnehin sein, denn scheinbar wurde die Marke nicht im Auftrag von denen registriert („Unser Star für Oslo“ ist auf „Raab TV-Produktion GmbHeingetragen).

Ich glaube, ich lasse meinen Namen auch als Marke eintragen.

[Da DPMA angekündigt hat, heute Wartungsarbeiten durchzuführen, habe ich hier einen Mirror der Eintragungen als PDFs: Lena-Marke und UsfO-Marke.]

UPDATE: Der Gedanke kam mir erst eben – eigentlich ist es nur gerecht, einen Menschen als Marke zu registrieren, wenn das schon seit Jahren mit Patenten auf Leben und vorallem bei Tieren gemacht wird.