Twitter-Fakes beim Tagesspiegel

Robin Williams ist tot. Ein sehr großer Verlust, ich fand ihn als Schauspieler immer wieder gut, sowohl in seinen witzigen als auch ernsten Rollen. Für die Medien ist das natürlich ein Top-Thema, und so gibt es schon viele Artikel dazu. Wie immer stellt sich dabei die Frage: Wie können wir den Artikel füllen, wenn es eigentlich nichts neues zu berichten gibt?

Der Tagesspiegel hat sich mal auf Twitter umgesehen, die Reaktion von Williams‘ Tochter Zelda gefunden und zeigt den letzten Instagram-Eintrag von Robin Williams. Andere Schauspieler und Promis sind auch auf Twitter – und so zeigt der Tagesspiegel auch deren Reaktionen:
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Google Nest [UPDATE 4]

Große Aufregung bei der re:publica 2014: Dort wurde „Google Nest“ vorgestellt. Doch wie schon beim Artikel-Datum muss man manchmal genauer hinsehen.

Die Website

Die Website google-nest.org sieht ziemlich ähnlich aus wie andere Seiten von Google. Allerdings, hier die erste Auffälligkeit: Google-Projekte haben normalerweise eine eigene Subdomain, keine eigene Domain. Somit wäre nest.google.com wohl die offizielle Adresse, wenn es ein offizielles Google-Projekt wäre.

Die „Verteidige dein Netz!“-Kampagne gab es unter google.de/campaigns/deinnetz/ (inzwischen offline, Link hier), auch für die Journalisten-Tools gibt es eine Unterstruktur: google.com/get/mediatools/. Eine eigene Domain gibt es nur in Ausnahmefällen, etwa bei blogger.com.
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Datums-Trollerei

Da hat der Postillon den Lesern aber einen tollen Streich gespielt: Nachdem bekannt wurde, dass Ronald Pofalla wohl zur Deutschen Bahn gehen wird (nach Eckart von Klaeden der nächste Lobbyismus-Skandal der CDU), hat der Postillon ebenfalls eine solche Meldung online gestellt. Und dann auch noch rückdatiert, sodass es aussieht, als wären alle Medien auf den Postillon reingefallen.

Indizien für die Rückdatierung gibt es genug, doch trotzdem glauben einige, dass die Meldung zuerst vom Postillon kam. Dabei ist es auch gar nicht so schwer, diese Inszenierung zu machen und aufrecht zu erhalten.
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Dialog Internet: Mehr Zensur, bitte

Kristina Schröder hat (zusammen mit dem sächsischen Ministerpräsident Stanislaw Tillich) die Kampagne „Dialog Internet“ gestartet. Die Kampagne besteht daraus, dass Anbieter für Zensursoftware (für Eltern) vorgestellt werden. Und eigentlich wird schon im ersten Satz klar, was diese Kampagne ist:

Eine Kampagne von Politik und Wirtschaft soll für mehr Kinderschutz im Internet sorgen.

Richtig, eine Wirtschaftsförderung. Die Wirtschaft hat kein Interesse an Kindern mit Medienkompetenz sondern an Eltern, die Zensursoftware kaufen. Kein Wunder, dass die Kampagne von der CDU kommt.

Unter den „Köpfen“ der Aktion findet sich auch Julia von Weiler von Innocence in Danger, ich sag nur „Tatort Internet“. Da dürfte also ohnehin viel Panikmache herrschen, da fällt Zensursoftware auf fruchtbaren Boden.

How-To: Veranstaltung bei Facebook nur für Freunde

Heute geht es durch die Medien: Mal wieder hat jemand etwas unüberlegt eine Veranstaltung über Facebook gestartet. Die 15jährige Thessa aus Hamburg wollte nur mit ihren 15 besten Freunden in den 16. Geburtstag reinfeiern, doch da die Veranstaltung öffentlich auf Facebook zu sehen war, haben sich über 15.000 Leute aus ganz Deutschland an