Auswirkungen vom Minarettverbot

Wohin ein „Minarettverbot“ führen kann, kann man derzeit in Österreich sehen. 2008 hat Kärnten sein „Ortsbildpflegegesetz“ geändert:

Bauvorhaben, die wegen ihrer „außergewöhnlichen Architektur und Dimension“ von der örtlichen Bautradition abweichen, sollen laut Landtagsbeschluss einem Sondervorprüfungsverfahren unterzogen werden. Besagtes Gesetz gilt aber – weil es sonst verfassungswidrig wäre – nicht nur für religiöse Bauten.

Im vorliegenden Fall geht es um ein Gasdampfkraftwerk, das in Klagenfurt gebaut werden soll. Der Schornstein ähnelt einem Minarett-Turm – und wegen dem „Minarettverbot“ und den dadurch enstandenen Änderungen im „Ortsbildpflegegesetz“ muss nun auch für dieses Kraftwerk eine Sonderkommission das Bauvorhaben genehmigen.

Und mit sowas dürfen sich die Schweizer dann auch bald rumschlagen. Viel Spaß.

Die Grünen sind übrigens gegen den dortigen Bau, da sie befürchten, dass das Gasdamfkraftwerk eine zu hohe CO2-Belastung verursachen wird.

(Bild: Stadtwerke Klagenfurt)