Twitter: Wikipedia-Edits von Regierungen, Firmen etc.

Vor ein paar Tagen habe ich schon über @bundesedit berichtet. Wie der Initiator von @bundesedit im Interview bei Trackback sagt, geht es weniger um die Änderungen selbst, da sie oftmals nur Rechtschreibfehler sind. Vielmehr soll damit demonstriert werden, dass nicht nur der Staat uns beobachtet, sondern auch wir die Aktivitäten des Staates beobachten.

Es gibt aber noch viele weitere Twitter-Accounts, die Wikipedia-Edits (= Änderungen in Wikipedia-Artikeln) von Behörden und Regierungen beobachten. Das wird meistens über ein Script gemacht, mit dem man einfach die IP-Adressen der Parlamente füttert. Wikipedia-Accounts von Mitarbeitern hingegen werden nicht erfasst, da diese meistens nicht bekannt sind. Auch über Proxys kann man die „Überwachung“ natürlich umgehen.

Ich habe die Accounts mal in einer Twitterliste gesammelt und unten nochmal sortiert aufgelistet. Ergänzungen gerne in die Kommentare. Beim Durchsehen ist mir aufgefallen, dass einige Accounts erst seit wenigen Tagen existieren und noch keine Einträge haben, da muss man mal in ein paar Monaten sehen, was daraus geworden ist.
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Bundestrojaner auch in Niederlande, Österreich und Schweiz

Laut DigiTask, die den Bundestrojaner programmiert haben, wurde „eine ähnliche Software“ auch schon an die Niederlande, die Schweiz und Österreich verkauft – in Österreich steht die Einführung der Online-Durchsuchung kurz bevor, allerdings wurden dort schon 2008 Key-Logger eingesetzt (was der Staatstrojaner auch kann). Vielleicht können die dortigen Parteien auch mal Anfrangen an die Landtage stellen und mal erfragen, ob das stimmt und in welchem Umfang diese Trojaner eingesetzt werden, welche Funktionen genutzt werden und so weiter.

Mit dem Ausland bietet das Thema noch viel Zündstoff und die Sache wird uns sicherlich noch einige Zeit lang beschäftigen. (Für uns, die wissen wie der Hase läuft, heißt das: Augen auf, das ist DIE Gelegenheit um mal unliebsame Sachen durchzuwinken!)