Links 17

FAZ-Blogs: Frau Guttenbergs Nichten: Wie man den Feminismus und den Netzdiskurs ruiniert
Don Alphonso hat den Krawall-Feminismus im Netz mal aufgeschrieben. Guter Text, lediglich Critical Whiteness hat er vergessen.

Telepolis: Schünemann und Althusmann abgewählt
Die Niedersachsen-Wahl hatte auch seine gute Seite, denn IM (Innenminister, natürlich) Schünemann ist nicht mehr im Landtag. In dem Nachruf sind nochmal alle seine Absurditäten zusammengetragen.
Weiterlesen

Links 9

CCC.de: Chaos Computer Club e. V. distanziert sich vom Hamburger Verein „Attraktor e. V.“
Gegen ein Vorstandsmitglied des Attraktor e.V., in dessen Räumen der CCC Hamburg untergebracht ist, laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Dieses Vorstandsmitglied ist zwar 2008 aus der rechten Szene ausgestiegen, soll aber weiterhin für rechtsradikale Internetseiten verantwortlich sein.

Das Büro des CCC wird nicht mehr im „Attraktor“ betrieben, eine weitere gemeinsame Nutzung der Räume wird beendet.

Ein guter Schritt, den ich begrüße. (Hier die Gegendarstellung von Attraktor.)

taz.de: AUS ANGST VOR FACEBOOK-PARTY: Bürgermeister macht Dorf dicht
Die Facebook-Partys gehen schon soweit, dass kleine Städte (hier: Saaße in Niedersachsen, 135 Einwohner) aus Angst die komplette Stadt abriegeln.

SPIEGEL: Kritik an EU-Berater Guttenberg
Lange nichts mehr von unserem Copy- und Tortenpolitiker gehört. Nicht nur wir, sondern auch die Politiker und „Netzaktivisten“ im EU-Parlament. Das beste Statement kommt von Stephan Urbach:

„Ich hatte mir von ihm nichts erwartet, deshalb bin ich auch nicht enttäuscht. Haken wir es ab.“

Abgehakt.

Quora.com: AOL History: How much did it cost AOL to distribute all those CDs back in the 1990’s?
Wer sich schonmal fragte, woher denn die vielen AOL-CDs damals kamen, dem hat der damalige Produktmanager schon 2010 eine Antwort bei Quora gegeben, was jetzt über Twitter flog:

When we launched AOL 4.0 in 1998, AOL used ALL of the world-wide CD production for several weeks. Think of that. Not a single music CD or Microsoft CD was produced during those weeks.

Wow, das nenne ich Marketing. Genervt haben die CDs trotzdem.

Links 6

Es gibt wieder Links. Bonus: Jetzt noch übersichtlicher.

maingold.com: Und was machten die Blogs im Jahre 2011?
Eine schöne Zusammenfassung über die Blogosphäre im letzten Jahr. Mir ist gar nicht aufgefallen, dass die Blogcharts nicht mehr aktualisiert werden. Übrigens finde ich die Millionen von Techblogs weitaus schlimmer als die viele Politik. ;-)

Indeskretion Ehrensache: Im Gasthaus “Zum Prinzip” im Herzen Hannovers
Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) will ihre Inhalte hinter einer Paywall und einer grottigschlechten App verstecken. Thomas Knüwer hat dazu mal aufgeschrieben, wie die Zukunft der HAZ aussehen wird.

DerWesten Recherche: Anti-Polizei-Kampagne nach der Katastrophe
Nach der Loveparade hat Reiner Schaller darüber nachgedacht, eine Kampagne gegen die Polizei zu fahren. Das ist insofern interessant, weil Schaller später die Überwachungsvideos veröffentlicht hatte und dabei die Polizeiketten als Ursache anprangerte. (Die Loveparade-Dokuseite ist übrigens wieder offline, welch Zufall.)

rbb Nachrichten: Abgeordnetenhaus wählt neue Verfassungsrichter
Die Piraten haben Meinhard Starostik für das Verfassungsgericht Berlin nominiert und er hat die 2/3-Mehrheit gepackt. Starostik hat unter anderem gegen ELENA und die Vorratsdatenspeicherung geklagt. Vollkommen unverständlich, dass die Piraten diesen Coup nicht nutzen (seufz).

heise.de: Niedersachsens Überwachungssoftware stammt von Syborg
Endlich ist bekannt, wer für seine Lösch-Funktion nochmal extra kassiert. Den Behörden ist der Quellcode natürlich nicht bekannt. SYBORG-Software ist auch von Berlin, NRW, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern gekauft worden. (Siehe auch: 0zapftis-Wiki, buggedplanet.)

YouTube: „Die Auflösung“ – Wahlwerbespott der FDP
Schöne Parodie zu den Wahlen im Saarland mit Kevin @koerber von der Medien-KuH. :-)

Volkszähler haben keine Lust auf den Zensus 2011

Ich habe ja erst vor kurzem darüber berichtet, was die Volkszähler so alles leisten müssen. Dazu passt jetzt folgende Meldung in der taz:

Zu wenig Geld, zu viel Aufwand: Der Job eines Interviewers bei der Volkszählung in Niedersachsen ist nicht besonders attraktiv. Zehn Prozent der Freiwilligen sind bereits wieder abgesprungen.

Das ist jetzt nur für Niedersachsen, aber ich glaube, dass das in anderen Bundesländern nicht anders sein wird.

Der Nachteil daran ist, dass die „Erhebungsstellen“ im Notfall alle über 18-Jährigen Bürgerinnen und Bürger dazu zwingen können, Volkszähler zu spielen. Und wenn diese nicht ordentlich arbeiten, können sich die Volkszähler selbst Bußgelder einhandeln. Zwangsarbeit im Auftrag des Staates. Und sowas gibt es ernsthaft in unserer Demokratie. Unglaublich.