#rpTEN (Teil 1) Ad-Wars, Polit-Satire, ÖPNV

Ich schaue mich gerade durch die re:publica-Videos (die endlich mal schnell online gekommen sind) und möchte ein paar Empfehlungen hier lassen.

Thorsten Schröder & Frank Rieger: Ad-Wars
Die beiden CCCler zeigen beeindruckensvoll, wie einfach Werbebanner über Schwachstellen in Browserplugins den ganzen Computer mit Malware infizieren können. Die Werbenetzwerke prüfen den Code und die Banner nicht, das haben sie selbst ausgetestet. Somit bleibt das Fazit: Ohne Werbe-/Script-Blocker zu surfen ist gefährlich (ich empfehle uBlock Origin und NoScript).
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ÖPNV in Wuppertal

Neulich bin ich mit dem ÖPNV in Wuppertal gefahren. Mal abgesehen davon, dass der Hauptbahnhof derzeit einer Baustelle gleicht und die Haltestelle-Ansagerin im Bus unfreundlicher wirkt als die Stimme bei der Rheinbahn, scheinen auch die Mitarbeiter nicht die freundlichsten zu sein.

Die Busse, zumindest die neueren, sind ja mittlerweile am Eingang vorne aufgeteilt: Links für die Abo-Ticket-Inhaber, rechts für diejenigen, die noch ein Ticket kaufen müssen. Da ich seit einigen Monaten wieder ein Abo-Ticket habe, stieg ich links ein – obwohl ich diesmal ein A-Ticket kaufen musste.
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Verkehrsverbunde, my ass!

Kennt ihr Verkehrsverbunde? Wikipedia sagt:

Ein Verkehrsverbund ist ein rechtlicher und organisatorischer Zusammenschluss von Gebietskörperschaften, in Deutschland also Landkreisen oder kreisfreien Städten, historisch gelegentlich auch mit den Verkehrsunternehmen einer Region, zur gemeinsamen und abgestimmten Durchführung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Wer also ein Ticket kaufen will, der muss sich nach den Tarifen des jeweiligen Verkehrsbundes richten. Schön und gut.

Nicht so schön es ist es aber, wenn ihr von Verkehrsbund A in Verkehrsbund B wollt. In meinem Fall möchte ich von Düsseldorf (VRR) nach Köln (VRS). Ein schwieriges Unterfangen, das könnt ihr mir glauben – obwohl es zahlreiche Bahnverbindungen gibt. Dafür gibt es aber mittendrin eine Verbundgrenze, was – abgesehen von überhitzen ICEs – so ziemlich das schlimmste ist, was einem bei einer Bahnreise passieren kann.

Die Online-Fahrplanauskunft vom VRR sagt:

Der durchgestrichene Einkaufswagen soll heißen, dass man das Ticket nicht online kaufen kann. Schön und gut, aber wie viel die Fahrt kosten wird, erfährt man auch nicht.

Die Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn, wo man denken sollte dass diese doch bundesweit tätig ist und das errechnen kann, spuckt das hier aus:

„Preisauskunft nicht möglich“ – super. Aber hey, alle guten Dinge sind drei, versuchen wir es doch mal bei der Fahrplanauskunft vom VRS, was sagt der denn so?

Unten links ist schon zu sehen, dass es „Preisstufe 5“ ist und das Ticket 10 € kosten soll. Ein Klick auf „Beratung & Kauf“ gibt mir dann eine Auswahl, ich kann für Hin- und Rückfahrt zwischen 2x Einzelticket (20 €, also 10 € pro Fahrt), einem 4er-Erwachsenen-Ticket (36 €, also 9 € pro Fahrt) oder einem Tagesticket (21,80 €) entscheiden. Das Tagesticket kann man sogar online kaufen.

Wahnsinn, von drei Verkehrsunternehmen schafft es eines, mir eine ordentliche Reisekostenauskunft zu geben. Und die Gewissheit, dass ich bei den Kosten wohl doch nicht so schnell nach Köln brausen werde. :-)

Bei einer solchen schlechten Fahrkostenauskunft brauchen sich die Verkehrsverbunde dann auch nicht beklagen, wenn die Leute Schwarzfahren. Bei so schlechtem Service (ich weiß nicht, ob die Bahn-Ticketautomaten besser sind als die Online-Auskunft, die hier versagt hat…) braucht man sich echt nicht zu wundern.