"Die Anwälte – Eine deutsche Geschichte" Rezension + Gewinnspiel

Der Dokumentationsfilm „Die Anwälte – Eine deutsche Geschichte“ dreht sich um die damaligen Rechtsanwälte Horst Mahler, Otto Schily und Hans-Christian Ströbele. Als Aufhänger dient ein dpa-Foto von 1973, welches die drei im Gerichtssaal des Amtsgerichts Moabit zeigt: Horst Mahler als angeklagter RAF-Terrorist, Schily und Ströbele als seine Vertreidiger.
Weiterlesen

Friedrich außer Rand und Band

Ach du scheiße, die Tagesschau(!) titelt „Friedrich gibt den Schily“. Ja, die Tagesschau, da gibt es spätestens Montag bestimmt einen bitterbösen Anruf. :-)

Aber kommen wir zum Inhalt, der ist schlimmer:

Islamisten, die Mordanschläge in Deutschland verüben wollen, müssen nach den Worten von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich damit rechnen, selbst getötet zu werden. Friedrich sagte der Zeitung „Bild am Sonntag“ (BamS): „Wer anderen nach dem Leben trachtet, kann kein Mitleid erwarten.“

Ausdrücklich machte sich Friedrich die Aussage eines seiner Amtsvorgänger, Otto Schily, zu eigen. Der hatte die Ansicht vertreten: „Wer den Tod liebt, der kann ihn haben.“ Friedrich sagte dem Blatt: „Ich kann nicht erkennen, dass an diesem Satz etwas falsch ist.“

Gut, dass ausgerechnet die Tagesschau mal wieder aus der BILD abschreibt, ist ja der eigentliche Skandal. Aber was der Friedrich da abgegeben hat (sofern es stimmt, wobei ich dem das zutrauen würde) übertrifft mal wieder alles. Auf der anderen Seite freut sich Bundeskanzlerin Merkel ja auch über Lynchjustiz, also warum nicht auch der Friedrich.

Was mir da so gerade einfällt, wenn wir schon über vergangene Innenminister reden: Erinnert ihr euch noch, wie der CCC damals mit Thomas de Maizière immer gequatscht hat und versucht hat, den von seinem Terrorpanik-Kurs abzubringen? Das hat ja nichts genützt und seitdem der Friedrich da ist, gibt es nichtmal mehr diese Gespräche. Mission failed, muss man da sagen, die Arbeit hätte man sich echt sparen können. Die Politiker wollen, wie man sieht, nicht von einer anderen Meinung überzeugt werden, sondern nur ihren Kopf durchkriegen.