Links 15

Die Links sind diesmal schon etwas älter. Macht aber nichts.

Weser Kurier: Wiesenhof ist Trikot-Verkaufsbremse
Ihr erinnert euch an „Das System Wiesenhof“? Und daran, dass Wiesenhof seit August der Sponsor von Werder Bremen ist? Nun, Einzelhändler und Fanshop verkaufen nur Blanko-Trikots, weil fast niemand die Wiesenhof-Werbung haben will. Die Blanko-Trikots gibt es, weil der Sponsor erst nach der ersten Trikot-Produktion feststand. Einzelhändler versuchen sogar über das Ausland an weitere Blanko-Trikots zu kommen. Fein! :-)

taz.de: Idee der Piraten: Berlin brüskiert Daimler
Es gibt auch gute Nachrichten von Piraten. In Berlin haben sie es geschafft, dass ein Bezirksparlament die Straße der zukünftigen Firmenzentrale von Daimler nicht nach deren Namensvorschlägen benannt hat. Stattdessen wurde die Straße nach der jüdischen Bildhauerin Edith Kiss benannt, welche 1944 in das Konzentrationslager in Ravensbrück deportiert wurde und im Daimler-Benz-Werk in Ludwigsfelde Flugzeugmotoren montieren musste. Der Vorschlag kam von den Piraten, ein toller Schachzug.
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Kurz-Teasertext

Kurz-Teasertext zum Inhalt, max. 250 Zeichen!!!

Und morgen lernt der Praktikant, wie man die Vorlage für den Kurz-Teasertext bearbeitet. Aber nicht vergessen: „max. 250 Zeichen!!!“.

Das Feature (MP3, 9 MB) ist übrigens nicht schlecht. Als Beispiel für „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ kommt sogar das Plagiat-Dementi von Guttenberg. :-)

Radio-Feature: Einstweilig verfügt

Der Autor Herbert Hoven hat ein Radiofeature zu Einstweiligen Verfügungen bei Büchern gemacht. Es wird die Verfügung gegen „Ein Traum mit einem Schiff“ angerissen, hauptsächlich geht es aber um den Rechtsstreit beim „Schwarzbuch WWF“. Dazu wird auch der Justiziar von Random House interviewt.

Spannende Erkenntnis: Bücher werden als beständiges Medium angesehen, weil Richter davon ausgehen, dass Bücher vererbt werden, in Bibliotheken vorgehalten werden und somit viele Leute erreicht werden. Anders bei Hörbüchern, Filmen, DVDs, Zeitungen und Zeitschriften – diese gelten als flüchtige Medien, die sich versenden und dadurch viel weniger Leute erreichen als mit Büchern. Ich vermute, dass diese Ansicht von der Haltbarkeit der Trägermedien abgeleitet ist.

Auch interessant: Wenn es im Vorfeld zu einem Buch Bedenken z.B. von Erben gibt, kann es schonmal 6-8 Wochen dauern, bis der Autor auf diese Sachen antworten kann, weil er dafür natürlich seine ganzen Belege durchsuchen muss.

Insgesamt ein schönes Feature, aber mit knapp 18 Minuten leider viel zu kurz für dieses große, wichtige Thema. Schnell runterladen, bevor depubliziert wird.

MP3-Download (8 MB)

ARD radiofeature über V-Männer

Nettes ARD radiofeature: „Genosse Quelle, Kamerad V-Mann“. Es geht um V-Männer, in erster Linie generell, aber es werden auch einzelne V-Männer wie Peter Urbach beleuchtet. Es gibt zwar nicht viel neues, dafür so tolle Dinge wie dieses Zitat von Clemens Binninger:

V-Leute sind keine Beschäftigte oder gar Beamte des Staates. V-Leute sind Teil einer kriminellen Szene oder einer extremistischen Szene, und sie werden dadurch nicht in ihren Ansichten geläutert, dass sie bereit sind, für Geld mit den Sicherheitsbehörden zusammenzuarbeiten.

Das kann man so stehen lassen. Binninger sagt in dem Feature auch noch, dass V-Männer eigentlich keine Aussteiger sein können, weil sie bei der Ablehnung dieser Gesinnungen schlecht schauspielern können um an brauchbare Informationen heranzukommen. Das klingt einleuchtend.

Später kommt dann, dass solchen V-Männern 1.000 € monatlich an Lohn angeboten wird, natürlich steuerfrei. Kein Wunder, dass es dann so viele Falschinformationen gibt, schließlich müssen V-Männer liefern damit diese Finanzierung nicht wegbricht.

Lustig am Rande noch: Günther Beckstein wollte dem Autor kein Interview geben. Hört selbst, was der mit V-Männern zu tun hat (Stichwort: Martin Wiese).

MP3-Mitschnitt (49 MB)
PDF-Manuskript

Hörtipp: Autoschieber

Interessantes Feature bei WDR 5: „Autoschieber“ (MP3). Es geht um Autovermieter, was zum einen ganz spannend ist, wie die im Hintergrund arbeiten. Zum anderen sind auch die Verflechtungen dahinter interessant: Früher haben die Autovermieter die Autos gekauft und nach der Ausmusterung an ihre Kunden weiterverkauft. Heutzutage werden die Autos gekauft und nach einem halben Jahr ausgemustert, dann gibt es vom Autohersteller eine Auktion, bei der die ausgemusterten Fahrzeuge an die eigenen Autohändler versteigert werden. Die Händler verkaufen die Wagen dann als „junge Gebrauchtwagen“.

Auch die neuen Carsharing-Anbieter werden kurz angerissen, hier gibt es ebenfalls interessante Informationen. Ich wusste noch gar nicht, dass hinter DriveNow BMW und Sixt stecken, hinter Car2go stecken Daimler und Europcar (was aber auch daran liegt, dass ich mich nicht sonderlich über diese Anbieter informiert habe).

Die Autohersteller sehen die Autovermietungen übrigens als „kostenlose Probefahrt“. Darauf muss man erstmal kommen, wobei das bei Stammkunden durchaus möglich ist, dass die sich irgendwann auch mal den Wagen kaufen, den sie sonst immer ausleihen.