FBI beteiligt sich am Terrorpanik-Spiel

Das FBI macht jetzt auch beim Terrorpanik-Spiel mit: „FBI-Fahnder überführen potenziellen Attentäter“. Wuhu!

In den USA ist ein gebürtiger Somalier wegen eines versuchten Autobombenanschlags verhaftet worden. Wie die Polizei mitteilte, wollte der 19-Jährige den Sprengsatz während der feierlichen Einweihung eines Weihnachtsbaums in der Großstadt Portland zünden. Die Bombe sei aber nur eine Attrappe gewesen, die ihm verdeckte Ermittler geliefert hätten, hieß es weiter.

Die Festnahme von Mohamed Osman Mohamud erfolgte gegen 17.45 Uhr (Ortszeit), nachdem er die Handynummer gewählt hatte, mit der die Bombe in einem Kleintransporter gezündet werden sollte.

Alle Vorurteile bestätigt: Ein schwarzer, junger Mann, der einen ausländischen Mohamed-Namen hat. Da haben die Amis mal wieder genau den richtigen gefunden.

Aber es kommt noch besser: Wie bei den anderen Terrorverdächtigen haben die auch hier erstmal ein Jahr lang gewartet, vermutlich auf besseres Wetter oder so:

Der US-Geheimdienst hatte den jungen Mann bereits seit August 2009 beobachtet. Die Sicherheitsbehörden hatten vor einiger Zeit festgestellt, dass er Kontakt mit einer Person in der Nordwest-Provinz in Pakistan aufgenommen hatte. Laut dem örtlichen FBI-Vertreter Arthur Balizan war die Bedrohung sehr ernst: Mohamud sei zu einem großangelegten Anschlag „fest entschlossen gewesen“.

Ja, großangelegt, fest entschlossen!!1! Ich habe mal versucht rauszukriegen, wie viele Leute bei dieser Weihnachtsbaum-Einweihung da waren, aber man findet davon in den Meldungen garnichts. Bei Reuters steht aber immerhin „thousands of people„, eine genaue Zahl fehlt auch da. Aber hauptsache so eine Weihnachts-Veranstaltung, damit die Warnung von de Maizière vor den Weihnachtsmärkten in Deutschland auch unterstützt wird.

Jetzt fragt sich nur, welche Gesetze die Amis damit jetzt durchboxen wollen. Vielleicht ein Verbot, öffentlich Weihnachtsbäume aufzustellen?