Sharenting-PR

Frank Patalong schreibt im SPIEGEL: „So setzt man Themen-Trends: Wie PR-Themen in den Medien landen“. Es geht darum, dass eine Agentur Patalong einen fertigen Artikel mit Interview zu dem Thema Sharenting angeboten hat. Nach dem Lesen bleiben bei mir aber einige Fragen offen:

  • Warum nennt Patalong nicht wenigstens die Firma? (Ja, Firmen die solchen Dreck in Auftrag geben, gehören genannt.)
  • Wieso hat Patalong nicht bei der Agentur und der Firma nachgefragt, ob bei
    ihnen solche gekauften Artikel zum Alltag gehören? Und wie erfolgreich das ist?
  • Wo sind Journalisten-Kollegen, die von ähnlichen Angeboten berichten können, damit das ganze nicht nach einem Einzelfall aussieht?
  • Weshalb erklärt Patalong ausführlich den Begriff Sharenting anstatt mehr über gekaufte Artikel in Medien zu schreiben?
  • Und zu guter letzt: Warum gibt es seit der Veröffentlichung des SPIEGEL-Artikels vor fünf Tagen nur diesen bei Google News zum Thema Sharenting zu finden? (Gleiches auch beim Zitat.) Haben Agentur und Medien kalte Füße bekommen?

Links 7

popkulturjunkie.de: DIE DEUTSCHEN BLOGCHARTS SIND TOT.
Letztens noch erwähnt, nun beerdigt Jens Schröder seine Blogcharts auch offiziell. Schuld sind fehlende Relevanz (indeed!), SEO-Manipulation (no shit, sherlock!) und sowieso sind die Grenzen zwischen (Profi-)Blogs und Online-Medien ja praktisch nicht mehr vorhanden (ohh!). Stattdessen soll es bald eine Liste mit „deutschsprachigen Internet-Leitmedien“ geben.

wirres.net: schwanzvergleich verstorben, totgeburt geplant
Felix Schwenzel fragt zu recht, warum lediglich Likes, Shares und Tweets für die neue Leitmedien-Liste hinzugezogen werden und keine anderen Dienste. Überhaupt zweifelt er an der Aussagefähigkeit solcher Listen (wie ich auch).

praegnanz.de: QR-Codes
Dank Gerrit van Aaken verstehe ich jetzt den Hype um die QR-Codes, die auf immer mehr Werbeplakaten und Produkten mittlerweile Standard sind. Besser werden diese nervigen Dinger, die eh kaum einer nutzt, dadurch natürlich auch nicht.

DRadio Wissen: NICHTLUSTIG – Besser als Gold
Ein einstündiger Talk mit Cartoonist Joscha Sauer von nichtlustig.de. Sehr schön. :-)

PR-Doktor: Kostenloses E-Book: Shitstorms und andere Krisen
Ein schönes kleines E-Book von Kerstin Hoffmann über Shitstorms und Krisen-PR. Das Querformat erinnert eher an eine Präsentation, der Inhalt ist aber gut. Insbesondere Seite 13 sollten Unternehmen beachten und nicht ständig ihre Salamitaktik fahren.

YouTube: Valentina Monetta – Facebook uh oh oh
Kennt ihr sicher schon, der Facebook-Song von Ralph Siegel (wem auch sonst), der für San Marino an den Start beim Eurovision Song Contest gehen sollte, aber wegen Werbung nicht zugelassen wurde. Lustiger Song (siehe Spreeblick) und ein furchtbarer Ohrwurm dazu. Googling, Giggling, Gaggling.

Social Media Marketing (Rezension)

Das Buch Social Media Marketing dreht sich um Marketing in Social Media (ach, wer hätte das gedacht? ;-). Es ist an Studenten und Unternehmen gerichtet und zeigt auf, wie man Social Media (Blogs, Twitter, Facebook etc.) für Marketingzwecke nutzen kann.


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Google+ – Chapeau für diese PR-Aktion

Hallo Google,

Chapeau! Ich zücke meinen Hut vor dieser genialen PR-Aktion, bei Google+ einfach die Einladungen zu sperren, über einen Trick alle Nutzer mit Googlemail-Adressen dann doch einen Einladungslink zukommen zu lassen, wenn sie jemand aus Google+ heraus anschreibt, um dann wiederum diesen Trick auch wieder zu sperren.

Und überhaupt: Genial, dass alle Welt auf Twitter darum bettelt, doch endlich reinzukommen. Dabei ist Google+ nur just another social Network, keiner weiß, ob es Facebook ablösen kann. Irgendwie erinnert mich diese Invite-Geschichte auch an die Totgeburten Google Wave und Diaspora, die ähnlich abliefen. Damit ein Netzwerk erfolgreich ist, müssen dort nämlich viele hingehen – und dass die über 750 Millionen Facebook-Nutzer jetzt alle plötzlich nach Google+ wechseln werden, wage ich zu bezweifeln.

Chapeau Google, dass du mit diesem PR-Trick es sogar bis in die großen Medien wie dem SPIEGEL geschafft hast. Du hast wirklich die beste PR-Abteilung, die sich ein Unternehmen wünschen kann.

Nochmals: Glückwunsch, Google.

So, und jetzt will ich nichts mehr von Google+ hören, okay? Danke. (Und wehe, jemand von euch schickt mir einen Invite! Pfui, aus! Achja, und wer Invites sucht, findet sie hier.)