Bayfiles nur eine RapidShare-Kopie?

Zwei der Gründer von The Pirate Bay haben jetzt einen Filehoster gegründet: Bayfiles. Dieser wurde gestern bei TorrentFreak vorgestellt. Dumm nur, dass die Bayfiles-Gründer vergessen haben, „RapidPro“ aus ihrer Policy rauszunehmen:

Zum Vergleich die englische Datenschutzerklärung bei RapidShare:

Da hat sich Bayfiles also einfach die Policy von RapidShare kopiert. Na, das ist ja mal sehr einfallsreich.

Überhaupt: Bayfiles scheint sich sehr an RapidShare „orientiert“ zu haben. So wird z.B. die IP-Adresse des Datei-Uploaders gespeichert und die Datei mit einem SHA1-Wert versehen, um bei einem Regelverstoß Kopien zu verhindern. Auch hier ist der Text von RapidShare kopiert und das Vorgehen identisch, allerdings arbeitet RapidShare mit MD5-Werten. Und: Bayfiles will auf DMCA-Anfragen reagieren und Dateien löschen, auch das ist bei RapidShare der Fall.

Unter dem Strich ist man bei RapidShare sogar besser bedient: Bayfiles nutzt nämlich Google Analytics, somit weiß Google auch über deine Uploads bescheid. Das gibt es bei RapidShare nicht, dort wird nur ein internes Tracking eingesetzt. Außerdem scheint Bayfiles kein HTTPS zu haben, was bei RapidShare (und anderen Filehostern) zum Standard gehört.

RapidShare haftet nicht als Störer

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat mal wieder ein tolles Urteil zu Rapidshare gefällt. Die Kurzform: Rapidshare haftet nicht als Störer, das Einsetzen von Filtern oder gar die manuelle Prüfung von Dateien lehnen die Richter ab.

Schönes Urteil, allerdings kann Atari (die gegen RapidShare geklagt hatten) noch in Berufung gehen. Das wäre spannend, denn eine noch höhere Entscheidung über die Haftung von Sharehostern gibt es bislang noch nicht und würde zukünftig Sicherheit auf beiden Seiten bieten.