Senioren singen Schrei nach Liebe

Die Aktion Arschloch sollten einige schon mitbekommen haben: Getreu dem Kraftausdruck, den die Band Die Ärzte (aus Berlin) in dem Anti-Nazi-Song „Schrei nach Liebe“* den Nazis entgegenschleudert, hat sich die Kampagne zur Aufgabe gemacht, den Song als Zeichen gegen Rassismus in die Charts zu bringen. Die Ärzte unterstützen die Aktion und spenden sämtliche Einnahmen – auch der GEMA – an Pro Asyl. Auch Amazon, der Google Play Store, Finetunes und das Plattenlabel Universal Publishing haben sich dem angeschlossen und spendet die Einnahmen.

Und damit kommen wir zu den Senioren: Der Chor „Die Goldies“ hat eine Cover-Version von „Schrei nach Liebe“ aufgenommen und auf YouTube gestellt. Stell dir vor, deine Oma singt, dass Nazis Arschlöcher sind. Auf ihrer Website schreiben sie dazu:

Auch die Goldies, von denen ja einige schon die erste Generation Nazis ertragen mußten, möchten ein deutliches Zeichen gegen rechte Ideologie setzen!

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Sehr cool! Wer hätte schon gedacht, dass ausgerechnet Senioren mal Die Ärzte covern würden?! :-)

* Affiliate-Link. Die Einnahmen, die ich aus den Song-Verkäufen von Amazon kriege, gehen nicht nur an Pro Asyl – ich verdoppele sie sogar. Also haut rein!

#mundaufmachen (mit Transkript)

Joko und Klaas haben sich dem Aufruf von Anja Reschke angeschlossen und ein klares Statement zum Fremdenhass abgegeben. Natürlich schwingt da auch ein bisschen Werbung für Circus Halligalli mit, aber hauptsächlich sagen sie ganz klar, was sie von „besorgten Bürgern“ halten. Ein gutes und richtiges Statement, das man nur weiterverbreiten kann.

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Hier das Transkript (mit ergänzenden Links):
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Hass gegen Ausländer (mit Transkript)

Anja Reschke hat kürzlich in den Tagesthemen einen guten Kommentar zum Hass gegen Ausländer (insbesondere im Internet) gebracht. Darin sagt sie unter anderem:

[…] auf Sätze wie ‚Dreckspack, soll im Meer ersaufen‘ bekommen sie [die Kommentatoren] ja auch noch begeisterten Zuspruch und eine Menge Likes. Wenn man bis dahin ein kleiner rassistischer Niemand war, fühlt man sich da natürlich plötzlich ganz toll. […] Die Hassschreiber müssen kapieren, dass diese Gesellschaft das nicht toleriert.

Exakt. Auch dem Rest des Kommentars kann sich jeder vernünftig denkende Mensch nur anschließen. Wir sollten den Rassisten endlich mal zeigen, dass sie nur eine Minderheit sind und eben nicht die Meinung der breiten Bevölkerung vertreten, so wie sie es gerne suggerieren.

Hier ist das Video mit dem kompletten Kommentar:

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Und hier das Transkript (mit ergänzenden Links):
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PEGIDA, das neue Rostock-Lichtenhagen

Schon Ende Januar hat Panorama vom NDR mal im Archiv gekramt und die PEGIDA-Aussagen mit den Aussagen von Rostock-Lichtenhagen 1992 verglichen. Das wenig überraschende Ergebnis kann man sich in diesem Video ansehen:

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Links 21

„Sexting“. Die ZEIT hat jetzt eine ausführliche Geschichte gebracht, wie schnell sowas passieren kann und wie die Folgen aussehen. Dass das Mädchen aus ihrem Fehler nicht gelernt hat ist mindestens genauso unglaublich wie die (Nicht-)Reaktion der Polizei und die Resignation des Klassenlehrers.

vierzehnachtzehn.de: Über dieses Projekt
Spannend: Tagebücher eines Fußartilleristen aus dem Ersten Weltkrieg. Diese sollen nun online gestellt werden, jeweils genau 100 Jahre nach der Niederschrift. Das Projekt geht also bis 2018. Finde ich klasse, gerade auch, weil es aus dem privaten Bereich kommt, ohne irgendeiner Organisation dahinter, was immer etwas seltsam anmutet.
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