Brennelementesteuer ist eine Farce

Die Brennelementesteuer ist auch nur eine reine Farce: E.ON und RWE haben Beschwerden dagegen eingelegt und schon 170 Millionen Euro zurückerstattet bekommen. Aber das war ja abzusehen, dass dieses Gesetz auf so wackelige Füße gestellt wird, damit es da ein Schlupfloch für die Atomkonzerne gibt, schließlich wurde die Brennelementesteuer gleichzeitig mit dem Laufzeitverlängerungs-Geschenk vereinbart.

Deutsche Atomkonzerne

Willkommen bei den deutschen Atomkonzernen. Machen Sie die kurze Führung mit und lernen sie uns besser kennen.

Mal wieder eine grandiose Animation von Alexander Lehmann, mit Sprecher Ernst Walter Siemon und Musik von keine kennen keine.

Der "Clean Tech Media Award" und der Umweltschein

Es gibt gerade eine Abstimmung über den „Clean Tech Media Award“. Dieser soll eine Brücke zwischen Industrie und Ideengebern schlagen, die Ideen zur Umwelt haben. Genauer:

Ausgezeichnet werden Pioniere der Umwelttechnik, die mit Innovationskraft und Begeisterung „grüne“ Technologien entwickelt haben. Ebenso wie Prominente, Medien- und Kulturschaffende, die durch ihr Engagement Botschafter eines ökologischen Lebensstils sind und die Popularität nachhaltiger Technologien fördern.

Ein Preis für Umweltprojekte also. Tja, nur dumm, dass die Hauptsponsoren Vattenfall und Opel sind (Bonus-Lacher: Als Medienpartner hat sich lediglich Springer mit „DIE WELT“ und „Hamburger Abendblatt“ bereit erklärt). Gut, dank Atomkraftwerken und Autoabgasen ist die Glaubwürdigkeit dieses „Umwelt“-preises zwar schon weg, aber mit dieser Nominierung wird noch einer draufgesetzt:

Während RWE weiter auf Atomkraft setzt und wegen der Abschaltung von Biblis A beim Moratorium Klage eingereicht hat, will sich das Tochterunternehmen RWE Effizienz GmbH dort als „Pioniere der Umwelttechnik“ feiern lassen.

Wer den „Clean Tech Media Award“ jetzt ernsthaft noch für einen Umweltpreis hält, sollte nochmal von vorne lesen. Es ist sicherlich auch kein Wunder, dass weder BUND, noch Greenpeace, noch irgendeine andere Naturschutzorganisation diesen Preis unterstützt.

Sicher? AKW Gundremmingen mit Funktionsstörung

Aus der Reihe „UNSERE Atomkraftwerke sind SICHER!!einself!“: Im bayrischen AKW Grundremmingen kam es am letzten Sonntag beim Herunterfahren zu einer „Funktionsstörung“.

Laut bayerischem Umweltministerium hätte die Entwässerungs-Kleinarmatur im Anforderungsfall nicht vollständig geschlossen.

Und das habt der Betreiber erst HEUTE, fünf Tage später, gemeldet. Das AKW gehört zu 75% RWE und zu 25% E.ON.

Fefe hat auch noch was aus Spanien.

Neues zum Anti-Atomkraft-Video

Der SPIEGEL hat mal einiges zu dem Anti-Atomkraft-Video zusammengetragen, hier ist der Bericht. Da sind wirklich tolle Passagen bei, wie z.B. das Zitat der Lehrerin:

„Ich habe den Schülern die Vorteile von Atomkraftwerken durchaus genannt: dass sie Strom liefern“

STRIKE! :D

Aber es gibt auch einen Grund, weshalb das Video sehr wahrscheinlich nicht angenommen wird – und das nicht aus Kritikgründen, sondern weil die Teilnahmebedingungen nicht eingehalten wurden:

Denn das Video der Lörracher Schüler war zu lang, über zwölf Minuten, die maximale Länge sind fünf Minuten. Und am Ende war Gema-pflichtige Musik zu hören.

Die Schüler haben den Film noch einmal gekürzt und die Musik rausgeschnitten, in der Nacht auf Donnerstag luden sie ihn auf dem Wettbewerbsportal hoch. Beim Voting wird er voraussichtlich trotzdem nicht zu sehen sein. Die Schüler stellten den Film nach 0 Uhr auf den Server, zu spät, die Einsendefrist war abgelaufen.

Wieso gibt es eigentlich immer bei solchen Aktionen irgendeinen Fail, der den „Gegnern“ recht gibt? Denn mit dem einfachen Grund kann EnBW natürlich das Video jetzt in die Mülltonne legen, ohne dass man von Zensur sprechen kann.

Interessant ist auch, dass RWE ebenfalls einen solchen Wettbewerb hat. Den gibt es sogar ganz unverblümt unter rwe-schulwettbewerb.de, die verheimlichen nichtmal, dass es da hauptsächlich um die PR für RWE geht – was auch ein Blick ins Impressum verrät, dort ist die Abteilung „Kommunikation/Regionales Marketing“ von RWE angegeben. Auch hier natürlich alles im passenden RWE-Design.

Einfach nur eklig, wie die Atomkonzerne versuchen bei Kindern zu werben. Warum gibt es kein Gesetz, dass Unternehmen keine Schulwettbewerbe sponsoren dürfen?