100.000 Klicks pro Minute

Kurze Ansage von Google:

Alleine durch Google werden pro Minute (!) 100.000 Klicks auf Verlagsseiten weiter geleitet, die diese für sich nutzen können.

Lasst uns also beruhigt beim Zeitungssterben zuschauen: Google schmeißt die Verlage raus, die Besucherzahlen fallen drastisch und damit auch die Werbeeinnahmen, es folgen Massenentlassungen bei den Zeitungen und damit noch weniger Eigencontent als ohnehin schon, bis die Zeitungen – beziehungsweise Agenturaggregatoren, denn viel mehr ist davon ja nicht mehr übrig – ganz weg sind. Sehr schöne Zukunft.

Funfact in den Kommentaren dazu: Die Welt findet Google News so schlimm, dass sie mit dieser Meldung möglichst oft oben stehen möchte (kennen wir ja).

LSR-SEO [Update]

Die Verlage wollen mit dem Leistungsschutzrecht ja Geld von Google haben. Umso witziger ist es, dass sie auf der einen Seite Google bekämpfen, auf der anderen Seite aber der SPIEGEL seit neuestem auf SEO setzt und auch bei Axel Springer sucht man einen SEO-Typen (vorsicht, Link geht zu Springer).

(via @christanheise & @lorz)

UPDATE: Der „Journalist“ hat auch noch was zu Google-News-SEO der Verlage. Geschätzte 40-50% der Leser kommen von Google und Google News, außerdem hat Google News einen Bug: Wenn ein Artikel geupdatet wird, wird er als neuer Artikel nach oben geholt. Somit lohnt es sich also, einen Artikel öfters zu republishen.

Deswegen sieht man öfters bei Themen nur eine kurze Meldung und darunter ein „Mehr in Kürze hier bei XY“, damit die bei Google möglichst oben stehen und somit viele Klicks erhalten. Im Artikel werden aber auch Beispiele von Stern, Die Welt und Focus gezeigt, die allesamt ihre Artikel-Überschriften und -URLs nur leicht abändern, um nach oben zu gelangen.

Und diese Leute bekämpfen Google. Die schaufeln sich also online jetzt gerade ihr eigenes Grab, denn Google wird denen natürlich keinen Cent zahlen sondern eher aus dem Index schmeißen, so wie damals in Belgien.

Hitler Reacts To Search Plus Your World

Ohje: Hitler hat herausgefunden, dass Google mit Search Plus Your World die Google-Suche verändern will. Aber seht es euch selbst an:

Im Video kommt einiges an SEO-Sprache vor und genau das ist auch das Hauptproblem, dass die meisten SEOs jetzt Google+ einrennen werden, dort ihre Internetseiten +1en und versuchen möglichst viele Freunde zu kriegen damit in möglichst vielen Suchergebnissen ihre Internetseiten dann höher gelistet werden.

Ich glaube, dass Google sich damit das eigene Google+-Grab geschaufelt hat, denn auf der einen Seite ist die Idee zwar toll, aber die SEOs werden das natürlich ausnutzen bis zum geht nicht mehr. Wahrscheinlich kann man sich dann auch bald im dreckigen SEO-Bereich +1en kaufen, so wie man sich YouTube-Likes und Facebook-Likes kaufen kann.

Übrigens nutze ich Google+ mittlerweile fast gar nicht mehr. Größtenteils fehlt mir einfach der Reiz, mich da auch noch drum zu kümmern. Twitter ist bei mir Standard und zu Facebook kann ich via Selective Tweets wenigstens noch einige Tweets hinsenden und alle paar Tage (wegen Freunden) vorbeigucken, aber bei Google+ ist niemand für den ich extra nachgucken würde.

Fazit: Google+ kam einfach viel zu spät, vor ein paar Jahren wäre meine Nutzung sicher nochmal anders gewesen. Dazu kommt dann natürlich auch noch, dass es nach der Public-Phase eine Menge SEO-Leute gab, die dort alles überschwemmt haben und das neue Search Plus Your World wird, wie schon geschrieben, auch eher den SEO-Leuten in die Hände spielen.

(Wer es nicht weiß: Das Video ist ein Meme. Bescheuerte Kommentare werden ohne Vorwarnung gelöscht. Welcome to the Internet.)

Google will Guideline-Dokumente aus dem Netz kriegen

Wo wir gerade bei Google waren: Die haben kürzlich ein Dokument mit dem Titel „Google Quality Rater General Guidelines 2011“ im Netz verloren, das sind die Richtlinien bei Google wie sie Fakes und Spam erkennen und in der Suche bewerten. Kein Wunder, das die SEO-Szene das weiterreicht und mirrort.

Und was macht Google? Getreu dem Motto „don’t be evil“ pochen sie auf ihr Copyright und fordern diejenigen, die das Dokument hosten, zur Löschung auf. Wieder so ein Fall, in dem das Urheberrecht zur Unterdrückung von Informationen genutzt wird. Blöd, dass wir keine Leaking-Plattform mehr haben.