Fingerabdrücke im Personalausweis

Meine Oma, die über 60 Jahre alt ist, musste neulich einen neuen Personalausweis beantragen. Als sie auf dem Amt in Düsseldorf war, hat sie niemand darüber aufgeklärt, dass die Fingerabdrücke im neuen Personalausweis freiwillig sind. Da sie das bislang nicht wusste hat sie ihre Fingerabdrücke dann abgegeben.

Ich gehe hiermit eine Wette ein: Spätestens in zwei Jahren wird es eine Statistik geben, wie viele Leute ihren Fingerabdruck „freiwillig“ im neuen Personalausweis haben wollen. Und dann wird diese Statistik dafür genutzt, um den Fingerabdruck im neuen Personalausweis zur Pflicht zu ändern.

Wie gut, dass wir so viele alte uninformierte Menschen in Deutschland haben.

Besucherdaten der SPD Sachsen offen im Netz

Bei der SPD in Sachsen (spd-sachsen.de, spdsachsen.de und spd-fraktion-sachsen.de sowie alle Subdomains dort, die Drupal ebenfalls nutzen) sind die Besucherstatistiken offen im Internet erreichbar. Browsertyp, IP-Adresse und mehr. Die Daten reichen bis in Mitte 2009(!) zurück.

Deren IT war sogar zu doof, die Indexierung auszuschalten (auf allen Seiten). m(

Und die SPD fordert eine Vorrats… äh Mindestdatenspeicherung. 2009, das sind 3(!!!) Jahre. Unfassbar. Der arme Datenschutzbeauftragte in Sachsen, nach der Polizei-Sammelwut muss der sich jetzt auch noch um die SPD kümmern. Vielleicht sollte man da mal direkt noch einen zweiten Datenschutzbeauftragten ernennen. Ich will gar nicht wissen, wer da noch in Sachsen unrechtmäßig auf riesigen Datenbergen sitzt.

Zensus 2011: Die GfK zahlt mehr

Wer sich als Volkszähler gemeldet hat, sollte sich mal das „Interviewer“-Angebot der GfK ansehen: Dort verdient man pro Fragebogen „ca. 8 € + 2,05 € Aufwandsentschädigung“.

Beim Zensus gibt es max. 7,50 €/Fragebogen (bzw. 2,50 €/Fragebogen wenn dieser nur entgegen genommen und ohne Volkszähler ausgefüllt zurückgeschickt oder online ausgefüllt wird) ohne Aufwandsentschädigung.

Die GfK zahlt also mehr, wobei es laut Beschreibung dort wohl weitaus weniger Fragebögen gibt als beim Zensus, unter dem Strich haben also Volkszähler kurzfristig mehr Verdienst. Dennoch ein interessanter Vergleich.