30C3: C3S, Remix, Neusprech

2 Takte später
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Danny Bruder und Meik Michalke von der C3S erzählen, was 2013 alles passiert ist und wie es demnächst mit der Alternative zur GEMA weitergehen wird. Das wird noch richtig interessant werden, habe ich das Gefühl. Dass einzige, was nervt, ist die lange Zeit, bis die C3S zugelassen werden kann. Aber da kann man ja nichts machen. :-(

Recht auf Remix
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In dem Vortrag geht es natürlich über die gleichnamige Kampagne der DigiGes. Leonhard Dobusch erzählt zunächst von der Geschichte der Remix-Kultur, zeigt Beispiele wie den IG-Metall-Wahlwerbespot auf und stellt schließlich die Kampagne vor. Sehr spannend ist, dass Moritz Jacobs gerade an einem Remix-Online-Museum arbeitet, dass zur re:publica 2014 online gehen soll.
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Auflösung zum @RegSprecher-Pornolink

Der @RegSprecher hat jetzt folgende Theorie zu der Pornolink-Geschichte via Twitter bestätigt: Der Pornolink wurde falsch abgetippt, verwies anfangs aber ins Leere. Dann hat sich wohl jemand einen Spaß erlaubt, sich extra ein bit.ly-Konto gemacht um den falsch getwitterten Link zu einer Pornoseite anzulegen und sich danach wohl wieder gelöscht. (Bei bit.ly kann man eigene Endungen nur nach Anmeldung anlegen.)

Peinlich bleibt, dass das Bundespresseamt die Links abtippt statt sie zu kopieren, klar dass jemand eine solche Steilvorlage nutzt. :-)

Übrigens, das Bundespresseamt könnte auch einen eigenen URL-Shortener aufsetzen und somit solchen Problemen entgehen, ganz nach amerikanischem Vorbild.

UPDATE:
Weil ich das gerade auf Twitter sehe, die Grünen haben tatsächlich auch einen eignen URL-Shortener. Der ist zwar öffentlich (und kann somit auch für Pornolinks „missbraucht“ werden), aber immerhin.

@RegSprecher twittert Pornolink

Ups, der @RegSprecher aka Steffen Seibert hat einen Pornolink getwittert. Auch wenn der Tweet gelöscht ist, hier der Screenshot aus TweetDeck:

Und auf dem Twitterprofil ist der Tweet auch noch zu sehen:

Der bit.ly-Link führt zu fantasti.cc, einer Porno-Community-Seite. Wie war noch der Spruch, man sollte privates von beruflichem trennen? Aber hey, da wird einem der RegSprecher doch echt sympathisch, wenn der jetzt Pornoseiten empfiehlt.

Oh und bitte erinnert mich daran, dieses Beispiel aus dem Hut zu ziehen, wenn wieder die Politiker mit dem JMStV anfangen wollen, alle Seiten labeln zu lassen. :-)

UPDATE: Mittlerweile ist die Auflösung der Geschichte bekannt.

Das Gagfeuerwerk um Guttenberg

Wisst ihr, was an der Guttenberg-Plagiat-Story gerade so genial ist? Wir können uns genüsslich zurücklehnen und Popcorn essen, während ein Lacher nach dem anderen kommt. Die Politiker haben jetzt nämlich das Bashen für sich entdeckt:

Für die Opposition sind die Schummelvorwürfe gegen Guttenberg eine Steilvorlage. Sie spricht bereits von „Guttengate“.

[…]

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin verhöhnte den Minister als „Dr. Googleberg“ und forderte ihn auf, umgehend Stellung zu den Vorwürfen zu beziehen.

Supi, das wird direkt mal auf dem Politikerbashing-Spickzettel notiert. Günter Krings, Vize-Fraktionsvorsitzender von der CDU, scheint wohl ein großer „Schlag den Raab“-Fan zu sein:

Das sei lediglich „eine neue Episode in dem bekannten Spiel Schlag‘ den Guttenberg“.

Eigentlich könnte man da ja wirklich mal ein schönes Satirespiel drauß machen, worauf wartet die TITANIC? :-)

Seit gestern gibt es auch ein Crowdsourcing-Projekt zum Auflisten der Guttenberg-Plagiate. Super Sache, wenn auch von den Medien eher unbeachtet (Datenjournalismus interessiert die deutschen Medien halt nicht, wie immer). Seht euch auch mal die „Tastatur Modell KTzG“ an. :-)

Der nächste Lacher war ja dann wohl die Bundespressekonferenz:

(YouTube)

Dabei ist auch interessant zu sehen, wie der Seibert mittlerweile voll im System integriert ist und genauso Phrasen als Antwort an seine ehemaligen Kollegen gibt wie es der Verteidigungspressetyp macht. Der Seibert muss echt absolut keine Moral mehr haben.

Und ein weiterer Lacher kommt dann heute aus CDU- und FDP-Kreisen, die vermuten, dass Guttenberg trotz gegenteiliger Bekunden einen Ghostwriter hatte.

Das Gagfeuerwerk hört nicht auf und das Saubermann-Image von Guttenberg löst sich immer mehr in Luft auf. Und vielleicht merken die Leute ja jetzt mal, welche Kompetenzen da in der CDU/CSU arbeiten.

Ich fülle dann mal die Popcorn-Reserven auf, da brauchen wir vermutlich noch sehr viel.