Doku: Gott hat hohe Nebenkosten

Tolle Dokumentation, die Fefe empfohlen hat: “Gott hat hohe Nebenkosten”. Die kirchlichen Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Altenheime etc.) von Caritas und Diakonie werden nämlich vom Steuerzahler bezahlt.

Und das ist spannend: Werden die Einrichtungen von den Kommunen betrieben, gibt es zu wenig Landes-Zuschüsse. Also geben die Kommunen die Einrichtungen an die Kirchen ab, für kirchliche Einrichtungen gibt es höhere Zuschüsse. Diese sind scheinbar so hoch, dass die Kommunen oftmals den 12%-Anteil, den die Kirche pro Einrichtung zahlen soll, ebenfalls übernimmt. Die Städte zahlen also am Ende 100% der kirchlichen Einrichtungen, wegen der Zuschüsse kommen sie damit aber scheinbar billiger weg als wenn sie die Einrichtungen selbst betreiben würden.
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REUTERS: Starbucks stößt Steuerzahlern bitter auf (Cache)
Seit die Kaffeekette Starbucks 2002 in Deutschland Filialen eröffnet hat, hat sie jedes Jahr keine Steuern in Deutschland gezahlt – und das ganz legal. Wegen Lizenzgebühren, die Starbucks an einen Sitz in Holland zahlt, macht die Kette offiziell Verluste und muss somit keine Steuern abführen. Raffiniertes Geschäftsmodell.

wauland.de: Gemeinnützigkeit der Wau Holland Stiftung (Cache)
Weil die Wau Holland Stiftung im Jahr 2010 nur mündliche Absprachen mit WikiLeaks getroffen hat und diese erst Ende 2010 schriftlich in einem Vertrag festgehalten wurden, hat das Finanzamt Hamburg der Stiftung die Gemeinnützigkeit für das Jahr 2010 abgesprochen. Für die darauffolgenden Jahre ist die Stiftung wieder gemeinnützig.
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Exil-Hamburger.de: Peinlich: Die DHL, ihre Packstation und mein Geburtstag.
DHL schafft es nicht, eine Packstation in Berlin ordentlich zu reparieren. Natürlich ein bedauerlicher Einzelfall™, in der Regel “erfolgt eine Behebung eines Defektes innerhalb von 48 h.”

tagesspiegel: Kartellamt verhängt Millionen-Strafe gegen Haribo
Mars und Haribo sowie zwei nicht genannte Süßwarenhersteller haben sich über Verhandlungen mit dem Handel abgesprochen. Das Bundeskartellamt hat nun eine Strafe von rund 2,4 Millionen Euro gegen Haribo verhängt, Ermittlungen gegen die beiden unbekannten Unternehmen laufen noch. Mars kommt straffrei davon, weil sie als Kronzeuge ausgesagt haben.

FR-Online.de: Kein Mitleid mit Drygalla
Schöner Kommentar, in dem sämtliche Argumente für Drygalla auseinander genommen werden.
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Obamas Steuererklärung

Barack Obama hat seine Steuererklärung veröffentlicht. Auch seine Frau sowie Vizepräsident Joe Biden und dessen Frau haben mitgemacht. Das nenne ich mal Transparenz, wie sie bei Politikern sein sollte.

Einzig schade ist, dass in den USA Wahlkampf herrscht und man das daher als Wahlkampf-Aktion ansehen muss, aber hey, das ist doch schonmal ein Anfang. Wie schön es doch wäre, wenn die deutschen Politiker sich daran ein Beispiel nehmen würden.

ERGO: Party von der Steuer abgesetzt

Wenn schon feiern, dann aber richtig: ERGO hat ihre Partys von der Steuer abgesetzt. Die vollen 83.000 Euro, wohlbemerkt. Die Begründung dazu:

“Die Rechnung ist in voller Höhe als Betriebsausgabe behandelt worden”, zitiert die Zeitung einen Ergo-Sprecher. “Nach unseren Prüfungen war das steuerrechtlich in Ordnung.” Man werde aber prüfen, ob man “eine andere Beurteilung vornehmen kann”.

Zudem räumte der Konzernsprecher ein, dass es in den Unterlagen zu der Veranstaltung keinerlei Hinweise darauf gegeben habe, was bei der Party wirklich vorgefallen sei: “Auf den uns vorliegenden Rechnungen gab es keinen Posten Prostitution oder gar eine Detailrechnung für 20 Prostituierte.”

Ich bin Hase, ich weiß von nichts.

Wer sich auch nur kurz mal den Wikipedia-Artikel zu Betriebsausgabe überfliegt, wird feststellen, dass es schon sehr fragwürdig ist, dass solche Partys überhaupt abgesetzt werden. Unerheblich davon, ob und wie viele Prostituierte da nun auf der Party sind oder nicht.

Vielleicht sollte ich auch mal Partys feiern und von der Steuer absetzen. Als Betriebsausflug oder so… Mal sehen was das Finanzamt dazu sagt. ;-)

Achja: ERGO befürchtet jetzt auch einen Imageschaden und fährt die Werbekampagne zurück. Also erzählt euren Freunden ruhig mal, dass die Hamburg-Mannheimer International (HMI) zur ERGO-Versicherung gehört und die HMI nicht nur auf Kosten ihrer Kunden, sondern auch auf Kosten des Steuerzahlers wilde Partys gefeiert hat.