27.000 Euro pro Tatort

Erinnert ihr euch noch an die 51 Tatort-Autoren? Der Focus hat Zahlen:

Das Grundhonorar von 27 000 Euro wird jedes Mal wieder gezahlt, sollte der Film im Ersten zur Primetime wiederholt werden. Für eine Wiederholung zur Nachtzeit gibt es immerhin 16 000 Euro. Läuft der Krimi im Dritten, überweist das Erste 9000 Euro an den Drehbuchautor.

Und jetzt schaut mal in der Programmzeitschrift nach, es werden ständig irgendwelche Tatort-Folgen wiederholt. Und DIE regen sich über die Urheberrechtsdebatte auf. Unfassbar!

Übrigens kriegen die Autoren der Privatmedien laut dem Artikel nur ein einmaliges Honorar, weil dort mit Total-buy-out gearbeitet wird. Der Brief der Tatort-Autoren ist also noch lächerlicher als bisher.

Geheimcode Sprache

Ich habe gerade das Hörbuch „Knast“ von Joe Bausch (der Arzt im Kölner Tatort) gehört, der dort über seinen Alltag als Arzt im Gefängnis erzählt (das ist er nämlich auch). Das Hörbuch ist ganz gut.

Darin gibt es auch folgenden Funfact: Die Post von Inhaftierten wird zwar geprüft, jedoch scheitern die Beamten bei ausländischer Sprache und Übersetzer gibt es aus Kostengründen nicht.

Jetzt ist auch nachvollziehbar, warum viele Inhaftierte ihre Geschäfte im Knast weiterführen können, sie brauchen nur eine ausländische Sprache beherrschen. Die einzige Strategie gegen diese Praxis ist, mehr Justizbeamte mit Migrationshintergrund einzustellen.

Bei Arztbesuchen werden übrigens Mithäftlinge (ebenfalls aus Kostengründen) als Übersetzer genutzt, was mich spontan hieran erinnert hat. :-)

Til Schweiger und der Tatort-Vorspann

Haha, da hat sich die ARD ja was tolles eingebrockt: Til Schweiger, der bald den Hamburger Tatort-Kommissar spielt, will einen anderen Vorspann.

Mal unabhängig davon, ob der Tatort-Vorspann „outdated“ (was für ein gräßliches Hollywood-Sprech) ist oder nicht: Die ARD hat Til Schweiger aber schon gesagt, dass er nur als Schauspieler da mitmacht, ja? Der denkt am Ende sonst wohl noch, der Tatort sei allein seine Serie. m(