taz-Recherche 2.0

Stellt euch vor, ihr würdet einen Hacker zum Interviewen suchen. Wie würdet ihr den finden? Quatsch, doch nicht aufwändige Recherche betreiben und in der Szene auf die Suche gehen, es gibt doch dieses Internet. Das dachte sich jedenfalls die taz und twitterte:

Wir suchen einen Hacker. Dringend! Es geht darum, für eine engagierte Nachwuchsjournalistin einen Interviewpartner zu finden.

Scheinbar haben sie auch jemanden gefunden. Komisch ist aber, dass die taz nichts von Tito von Hardenberg gelernt hat, vorallem weil sich heutzutage jedes Kiddie als „Hacker“ bezeichnet. Wenigstens steigert das die Spannung, welchen Typen sich die taz da gekrallt hat. :-)

Wulffs Welt

Ist das nicht nett? Die Rheinische Post hat (mit „Quelle: taz“) gestern auf einer Doppel-DIN-A4-Seite mal die Verbindungen von Wulff abgedruckt. Da ich das online nicht gefunden habe, hier mal ein Foto. Na, da kriegt man doch direkt einen Durchblick, oder? :-)

Übrigens: Passend dazu, dass Wulff an seinem Amt kleben bleiben will, scheint Guttenberg jetzt über ein Comeback nachzudenken. Politik ist so eklig, ich kann durchaus verstehen dass viele darauf keinen Bock mehr haben.

UPDATE: Falls Interesse besteht, kann ich das nachher/morgen auch nochmal in ordentlicher Qualität abfotografieren.

Links 3

Apple und mehreren Verlagen wird die Verzerrung des E-Book-Marktes vorgeworfen. Als einziger deutscher Verlag ist Georg von Holtzbrinck in Verdacht. Sehr eklig übrigens die zwanghafte Deutsch-Übersetzung der taz, die dort „E-Bücher“ schreibt.
Die Sat.1-Show „Schwer verliebt“ soll Scripted Reality sein, berichtet Frontal21. Also DAMIT hätte nun aber wirklich NIEMAND rechnen können!!11einself! *gähn*
Der genannte Frontal21-Bericht über die Sat.1-Show „Schwer verliebt“ in der ZDF-Mediathek. Hier wird auch über Sarah berichtet, deren Fall in der Rhein-Zeitung medial ausgeschlachtet wird.
„Hetz-Zentrale – Das Internet-Netzwerk Politically Incorrect“. Ein 3sat-Bericht über den PI-Dreck. Vergesst die Kommentare dort, da treiben sich natürlich nur Spinner rum.

Falsche Volkszähler beim Zensus 2011 unterwegs

Zwei taz-Journalisten haben sich als Volkszähler ausgegeben und getestet, ob die Leute darauf reinfallen. Das Ergebnis:

Sechsmal wurde uns die Tür geöffnet, zweimal wurden wir abgewiesen – nicht aus grundsätzlichen Zweifeln oder einer Antihaltung zur Volkszählung, sondern weil die beiden Frauen einfach keine Zeit hatten.

Dabei wurden die Leute auch nach politischer Einstellung, Drogenkonsum und Geschlechtsverkehr gefragt – Dinge, die nicht im offiziellen Fragebogen stehen. Dennoch haben die Leute bereitwillig Auskunft darüber gegeben.

Es ist in der Tat schwierig, echte Volkszähler zu erkennen. Das liegt nichtzuletzt daran, dass es wenig bis garkeine Informationen gibt. Auf der offiziellen Zensus-Seite ist der echte Ausweis auch ziemlich versteckt. So sieht er aus:

Zusätzlich muss sich ein Volkszähler auch mit einem „Lichtbildausweis“ (Personalausweis, Reisepass oder Führerschein) ausweisen können. Erst nach dieser Überprüfung sollte man überhaupt mit dem Volkszähler über Daten sprechen, allerdings auch nochmal der Hinweis, dass man nicht gezwungen ist den Volkszähler in die Wohnung zu lassen. Man kann sich auch den Fragebogen vor der Tür aushändigen lassen und diesen per Post zurückschicken.

Letzteres sollte man ohnehin tun, denn auch echte Volkszähler können Kriminelle sein.

(Bild: Statistisches Bundesamt / Danke Tilman!)

Der Polizei-Reinigungsdienst

Bei der Anti-Atom-Demo in Berlin am gestrigen Samstag haben die 100.000 Demonstranten Anti-Atom-Aufkleber auf die FDP-Zentrale geklebt. Eine sehr geniale Aktion.

Doch nachdem die Fenster und Türen zugeklebt waren, machten sich vier Polizisten an die Arbeit, die Aufkleber wieder abzuknibbeln. Auf erste Nachfrage der taz antwortete ein Polizist: „Anweisung von ganz oben.“

Heute hat die taz einen Artikel dazu veröffentlicht, in dem festgestellt wird: Die FDP-Zentrale ist kein Staatsgebäude (wie z.B. der Reichstag), somit ist die Polizei gar nicht dafür zuständig. Die Anweisung, die Aufkleber abzuknibbeln, hätte es also gar nicht geben dürfen, die FDP muss sich selbst um die Reinigung kümmern.

Schön ist in dem Artikel das Zitat von Rechtsanwalt Jony Eisenberg, als es um die Frage geht, ob das Bekleben der FDP-Zentrale eine Sachbeschädigung darstellt oder nicht:

„Das war keine Sachbeschädigung, das war eine Sachverbesserung.“

:-)