Links 13

Neue Links, diesmal mit ganz viel digitaler Demenz.

CARTA: Zwischenbilanz zu Spitzers “DigitaleDemenz”
Martin Lindner, selbst Hirnforscher und Dr.phil.habil. (Literaturwissenschaft, Semiotik, Medienwissenschaft) über Spitzers Buch:

Sobald man ein klein wenig näher hinschaut (was NormalleserInnen nicht tun und auch kaum können), sieht man, dass es hier keine (!) klaren wissenschaftlichen Ergebnisse gibt, die als bewiesen gelten dürfen – obwohl Spitzer ständig gegen seine Feinde, die Medienpädagogen, polemisiert und auf “über 200 Studien” verweist, die er ausgewertet habe.

taz: Keinen Plan vom Netz
André Spang, twitternder Lehrer und Pianist:

Wenn man das Netz produktiv nutzt, dann wird es auch den Verstand fordern. Oberflächlicher Konsum hingegen selbstverständlich nicht. Genau hier liegt aber das pädagogische Potenzial: Dass Schüler lernen, Inhalte produktiv und ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend zu gestalten. Dabei selbstbestimmt vorzugehen und sich auch Fragen, Ziele und Antworten selbst zu stellen.

Der Artikel ist sehr lesenswert, denn er schreibt dort auch, wie man z.B. Blogs und Wikis im Unterricht einbinden kann. Das klingt alles sehr vernünftig.
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Supertalent Gottschalk

Großer Medien-Lacher: Beide ehemaligen „Wetten, dass?“-Moderatoren Hunziker und Gottschalk gehen zum „Supertalent“. Also als Juroren. Die Hunziker war schonmal bei RTL und der Gottschalk muss nach dem Miss-Erfolg in der ARD echt verzweifelt sein, wenn er (obwohl die ARD angeblich mit ihm weiterhin zusammenarbeiten möchte) zu RTL geht.

Da kann man nur hoffen, dass Gottschalk die MehdornBegabung hat und die Quoten zum „Supertalent“ demnächst auch im Keller sind. Nicht wegen Gottschalk, sondern wegen dem Drecks-Format.

Gottschalks übertriebene Entscheidung

Thomas Gottschalk hört auf. Die Sommersendung aus Mallorca wird die letzte „Wetten, dass…?“-Sendung mit ihm sein. Gleichzeitig will das ZDF bis 2012 die Show pausieren lassen, lediglich drei „Best Of“-Sendungen soll es im Herbst noch geben, die von Gottschalk nochmal moderiert werden.

(Direkt-Abschied | Wortlaut bei DWDL)

Und das alles nur wegen einem Unfall. Klar, der Unfall von Samuel K. war alles andere als toll und auch ich wünsche ihm gute Besserung. Aber man muss bedenken: Er war sich dem Risiko bewusst und wollte die Wette trotz der Probleme bei den Proben durchziehen.

Ich weiß nicht wie ihr das seht, aber ich finde den Schritt von Gottschalk arg übertieben. Und ich denke, dass ein Comeback von „Wetten, dass…?“ nur schwer funktionieren wird. Gleichzeitig ist es eine Chance für das ZDF, das eingestaubte Konzept zu überarbeiten. Ob das gelingt, wird man 2012 sehen.

Nebenbei: Der Springer-Verlag mit „Welt Online“ hat mal wieder gefailt und groß „Gottschalk wird ‚Wetten, dass..?‘ nicht verlassen“ angekündigt. Die FAZ hingegen wusste schon von dem Abschied und bringt Jörg Pilawa als Nachfolger ins Gespräch. Hoffentlich ist letzteres eine Falschinformation.