Links 6

Es gibt wieder Links. Bonus: Jetzt noch übersichtlicher.

maingold.com: Und was machten die Blogs im Jahre 2011?
Eine schöne Zusammenfassung über die Blogosphäre im letzten Jahr. Mir ist gar nicht aufgefallen, dass die Blogcharts nicht mehr aktualisiert werden. Übrigens finde ich die Millionen von Techblogs weitaus schlimmer als die viele Politik. ;-)

Indeskretion Ehrensache: Im Gasthaus “Zum Prinzip” im Herzen Hannovers
Die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) will ihre Inhalte hinter einer Paywall und einer grottigschlechten App verstecken. Thomas Knüwer hat dazu mal aufgeschrieben, wie die Zukunft der HAZ aussehen wird.

DerWesten Recherche: Anti-Polizei-Kampagne nach der Katastrophe
Nach der Loveparade hat Reiner Schaller darüber nachgedacht, eine Kampagne gegen die Polizei zu fahren. Das ist insofern interessant, weil Schaller später die Überwachungsvideos veröffentlicht hatte und dabei die Polizeiketten als Ursache anprangerte. (Die Loveparade-Dokuseite ist übrigens wieder offline, welch Zufall.)

rbb Nachrichten: Abgeordnetenhaus wählt neue Verfassungsrichter
Die Piraten haben Meinhard Starostik für das Verfassungsgericht Berlin nominiert und er hat die 2/3-Mehrheit gepackt. Starostik hat unter anderem gegen ELENA und die Vorratsdatenspeicherung geklagt. Vollkommen unverständlich, dass die Piraten diesen Coup nicht nutzen (seufz).

heise.de: Niedersachsens Überwachungssoftware stammt von Syborg
Endlich ist bekannt, wer für seine Lösch-Funktion nochmal extra kassiert. Den Behörden ist der Quellcode natürlich nicht bekannt. SYBORG-Software ist auch von Berlin, NRW, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern gekauft worden. (Siehe auch: 0zapftis-Wiki, buggedplanet.)

YouTube: „Die Auflösung“ – Wahlwerbespott der FDP
Schöne Parodie zu den Wahlen im Saarland mit Kevin @koerber von der Medien-KuH. :-)

Verkaufszahlenverzerrung

Die Wired Deutschland macht jetzt doch weiter. 2012 soll es zwei Ausgaben geben, die es wieder als Beilage der GQ und als Einzelverkauf geben wird.

Money-Quote:

Nun brauchen manche Dinge länger als wir es im Internet-Zeitalter gewöhnt sind. Das Einholen valider Verkaufszahlen, zum Beispiel.

Ich weiß ja nicht, was Thomas Knüwer und die Leute von Condé Nast zu so einem Satz hingeleitet haben. „Valide Verkaufszahlen“ gibt es nicht, solange die Wired Deutschland als Beilage der GQ ist. Denn: Wer die GQ kauft, würde auch nicht automatisch die Wired Deutschland kaufen. Und umgekehrt.

Knüwer und Co. sind da dem gleichen verzerrten Bild aufgesessen, wie die Contentindustrie, die denkt, dass die Leute für jeden einzelnen ihrer Downloads auch die CD oder DVD gekauft hätten, was einfach nur absurd ist.

Und auch wenn ich die Wired Deutschland nicht gekauft habe, trotzdem schön, dass dieses Experiment weitergeht. Auch wenn die Verkaufszahlenverzerrung weitergehen soll.