Amazon-Doku: Heuchlerische Buchbranche und Konsum

Am Mittwoch, dem 13. Februar, hat die ARD eine Dokumentation über Amazon gezeigt. Darin zu sehen: Amazon beschäftigt zur Weihnachtssaison massig Ausländer als Leiharbeiter. Drei Monate lang arbeiten sie, ohne Kündigungssschutz und mit höherem Verdienst angelockt als es hinterher im Vertrag steht.

Die Leiharbeiter werden in Ferienbungalows untergebracht, in denen private Sicherheitsfirmen die Leiharbeiter wie auch die Zimmer kontrollieren und überwachen. Im Film wird eine Security-Firma mit Thor Steinar-Kleidung gezeigt.

Die Doku ist natürlich Wasser auf den Mühlen derer, die Amazon generell ablehnend gegenüberstehen. Allen voran die Buchbranche: Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat seit der Ausstrahlung satte eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs Artikel zum Thema veröffentlicht – einen am 14., die anderen fünf vorgestern am 15. Februar. Ein kleiner unbekannter Verlag kündigt bei Amazon, „DAS SYNDIKAT“ (wir erinnern uns, das waren die verrückten Krimi-Autoren mit der Anonymous-Maske in der Urhebrrechtsdebatte letztes Jahr) schreiben einen offenen Brief, ansonsten werden Experten befragt.
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27C3: Naziversand gehacked

Der Versandhandel „Asgardversand“ wurde von der sogenannten „Datenantifa“ im Rahmen des 27C3 gehacked. Auf Indymedia wurde daraufhin der Dump des Forums mit ca. 1000 Usern veröffentlicht, die Kundendatenbank jedoch nicht – „die behalten wir selbst zum internen Gebrauch“ heißt es.

Dennoch verstößt das Foren-Backup, in dem auch sämtliche E-Mail-Adressen enthalten sind, gegen die Hackerethik. Insofern werden sich die Hacker und der CCC von der Aktion sicherlich distanzieren.

Einen ähnlichen Fall gab es im vergangenen Jahr, als die komplette Kundendatenbank von Thor Steinar veröffentlicht wurde. Auch „Asgardversand“ wurde schon 2007 gehacked.