Facebook-Hoax: Abonnieren

Derzeit geistert auf Facebook verstärkt dieser Meldung umher:

Ist euch aufgefallen, dass ihr seid dem neusten Update von Facebook auch Postings von Leuten lesen könnt mit denen ihr selber nicht befreundet seid? Nur weil einer eurer Kontakte dort ein Gefällt mir angeklickt oder ein Kommentar abgegeben hat?

Ich möchte auf keinen Fall, dass eure Kontakte meine Postings lesen können, wenn ich selber nicht mit ihnen befreundet bin!!! Das kann ich leider selber nicht einstellen, das hat Facebook mit Absicht nicht eingerichtet.

Geht mit dem Cursor bitte auf meinen Namen (nicht klicken!), dann wartet bis der Kasten erscheint (mit meinem Namen und Bild drin). dann geht mit dem Cursor auf den Abonniert Button und wartet auf das Drop-down-Menü, dann macht bitte den Haken weg bei Kommentare und Gefällt mir. DANKE!!! Und dann postet das in euren Status, wenn ihr auch nicht wollt, dass jeder einzelne Post und Gefällt mir-Klick von Euch für JEDEN rechts im Newsticker (neue Funktion von FaceBook) sichtbar ist. Ich tu das auch gerne für euch - einfach auf Gefällt mir klicken.

Auch eine verkürzte Version gibt es:

W I C H T I G !!!!!!!!!!!!! Bitte tut mir einen Gefallen. Mit dem Cursor über meinen Namen fahren, das Pulldownmenü abwarten und über Abonniert fahren. Bei Kommentare und Gefällt mir das Häkchen entfernen! ... Sonst macht ihr jedesmal, wenn Euch etwas von mir gefällt, selbiges öffentlich und dem gesamten facebook zugänglich ... Vielen Dank ! Copy and Paste, bitte, wenn Ihr nicht wollt, dass dasselbe mit Euren Inhalten passiert.

Diese Meldung ist ein Hoax und die Einstellung wirkungslos, damit entfernt man lediglich die Abos der eigenen Freunde, sodass man am Ende keine Beiträge der eigenen Freunde mehr sieht.

Wie man seine Posts nur Freunden anzeigen kann

Natürlich gibt es auch eine echte Möglichkeit, dass Beiträge nicht direkt an Nicht-Freunde gelangen. Dafür muss man selbst folgendes machen:

1. Gehe auf „Privatsphäre-Einstellungen“
2. Bei „Funktionsweise von Verbindungen“ auf „Einstellung bearbeiten“ klicken
3. Bei „Wer kann Pinnwandeinträge von anderen Personen in deinem Profil sehen?“ im Menü „Freunde“ auswählen, danach auf „Fertig“ klicken

Somit werden die eigenen Pinnwandeinträge (Status-Meldungen, Likes etc.) nur den eigenen Freunden angezeigt. Sollte man „Freunde von Freunden“ eingestellt haben, werden die Beiträge auch den Freunden deiner Freunde angezeigt – also eben das, wovor die Hoax-Meldung warnt. Insofern solltest du das auf „Freunde“ begrenzen, wenn du nicht willst, dass fremde diese Beiträge lesen können.

Dies schützt natürlich nicht davor, dass jemand z.B. deine Statusmeldung kopiert und sie öffentlich weitergibt oder dein Foto auf einen öffentlichen Imagehoster hochlädt, insofern solltest du grundsätzlich überlegen, was du ins Internet stellst und was besser nicht.

Bitte hört auf die Hoax-Meldung zu verbreiten! Verbreitet lieber diesen Artikel. ;)

How-To: Eigene Tweets in einer TweetDeck-Spalte

TweetDeck ist der wohl beste Twitter-Client, zumindest in der Desktop-Variante. Doch bei den vielen Spalten kann man seine eigenen Tweets gar nicht anzeigen lassen, zumindest bieten die „Core“-Funktionen z.B. nur Mentions und DMs an, aber nicht dein eigenes Twitter-Profil.

Hierfür kann man sich aber mittels eines Tricks über die Twitter-Suche bedienen. Und das geht so:

1. Gehe auf „Add Column“ (falls du da noch nicht bist) bzw. auf den Reiter „Search“.

2. In dem Suchfeld musst du nun „from:[username ohne @-zeichen]“ eingeben, zum Beispiel „from:chriszim“.

3. Nun auf „Search“ klicken.

In TweetDeck ist nun in der letzten Spalte deine Timeline zu sehen, so wie sie auch auf deinem Twitter-Profil auf Twitter.com zu sehen ist:

Jetzt hat man eine Spalte mit den eigenen Tweets.

Und wie funktioniert das? TweetDeck nutzt die Twitter-Suche und sucht dort nach allen Tweets, die von dem jeweiligen Usernamen stammen. Das geht auch mit der Web-Suche:

Somit kann man die eigenen Tweets doch in einer Spalte anzeigen, obwohl TweetDeck keine Funktion hat, das eigene Profil in einer Spalte aufzulisten.

Ein einfacher Trick, der sogar in 140 Zeichen passt. :-)

Lese-Tipp: Zensur von BPjM und FSK

Vor einiger Zeit habe ich einen ausführlichen, dreiteiligen Bericht von 2009 über die Zensur von Filmen durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdete Medien (BPjM) und der Freiwiligen Selbstkonstrolle Filmwirtschaft (FSK) gelesen, den ich empfehlen möchte:

1. Teil: Wie ich einmal versuchte, einen indizierten Film zu kaufen
2. Teil: Einmal gefährdungsgeneigt, immer gefährdungsgeneigt
3. Teil: Amokläufer unter sich

Die Artikel sind zwar bei Telepolis, aber der Autor Hans Schmid scheint in der Tat seriös zu sein. Das Internet sagt, dass er Filmwissenschaftler ist und bei der Uni München als Dozent tätig sein soll. Leider scheint er keine eigene Website zu haben.

Und was Schmid schreibt, ist interessant. Man erfährt einiges darüber, wie die eigentlich guten Ansätze von BPjM-Verbote und FSK-Einstufungen in der Praxis total aus dem Ruder laufen. Nicht nur die Zensur von Filmen kritisiert er, sondern auch die Probleme die durch die FSK und die BPjM entstehen. Ein Beispiel ist, dass es schwierig ist über indizierte Sachen zu schreiben, da für diese das Werbeverbot gilt. Am Ende des zweiten Teils führt er das auch recht genau aus.

Ihr solltet euch das definitiv mal durchlesen, weil es wirklich sehr interessant ist. Bei der Länge hätte man schon fast ein Buch draus machen können, viel mehr fänd ich es aber toll wenn es das mal (aktualisiert) als Podcast oder Radio-Feature gäbe.

Die Top 5 Firmen mit den meisten Beschwerden

Laut ReclaBox (de), jetzt zum Artikel-VÖ-Zeitpunkt:

1. TelDaFax (1054 Beschwerden)
2. Hermes Logistik Gruppe Deutschland (637 Beschwerden)
3. FlexStrom (403 Beschwerden)
4. Stromio (301 Beschwerden)
5. Vodafone D2 (283 Beschwerden)

Auffallend: Gleich drei Stromanbieter (TelDaFax, FlexStrom und Stromio) sind in den Top 5 und die wohl am meisten mit Beschwerden konfrontierte Deutsche Bahn liegt mit lediglich 106 Beschwerden auf Platz 11.

Zu zwei der in der Top 5 vertretenden Firmen könnte auch ich mich beschweren: Hermes ist wirklich neben UPS einer der schlimmsten Kurierdienste (die kommen, wann sie wollen, klingeln wenn man nicht da ist nicht beim Nachbarn sondern versuchen lieber x-mal das Paket zuzustellen oder liefern es im PaketShop ab – da funktioniert DHL am Besten hier) und Vodafone kann man als DSL-Anbieter vergessen (die versprochene Bandbreite kommt einfach nicht an, zahlen muss man trotzdem, Lösung bei den Call-Center-Blondinen* unmöglich).

Kommen wir zurück zu ReclaBox: Die Plattform habe ich gerade gefunden, dort kann man Beschwerden einstellen und die Firmen können wiederum Gegendarstellungen schreiben. Im besten Fall sorgt diese Öffentlichkeit dann dafür, dass das Problem gelöst wird.

Okay, natürlich gibt es auch dort Beschwerden, wo man nur den Kopf schütteln kann: „Andy Borg überzieht schon wieder!“, Beschwerde über Lady-Gaga-Song auf RTL2 und die Forderung der Übernahme der politischen Verantwortung Adolf Sauerlands nach der Loveparade-Katastrophe sind nur ein paar Beispiele.

Trotzdem eine tolle Plattform, die scheinbar nur wenig genutzt wird, denn zu den meisten Firmen sind nur ein bis zwei Beschwerden vorhanden, obwohl es doch sicherlich viel mehr (berechtigte) Beschwerden über die Unternehmen gibt. Auch mir war die Plattform bis eben nicht bekannt, aber in Zukunft werde ich mal öfters drüberschauen, wenn ich etwas über eine Firma wissen will.

Kleiner Fun-Fact zum Schluss: TelDaFax (Energieunternehmen, oben auf Platz 1) hat aus finanziellen Gründen vor einem Monat Insolvenz angemeldet, da waren die ganzen Rechnungsprobleme (auch vor der Insolvenz) wohl nicht ganz unbegründet.

* Ich mag Blondinen. Wirklich. Die Frauen (ja, wir kriegen immer Frauen, wohl weil der Anschluss auf einen Mann angemeldet ist…?) im Vodafone-Call-Center erfüllen jedoch jegliche Klischees, wenn man hört, wie die ein Schritt-für-Schritt-Hilfsprogramm am PC durchklicken und einem diktieren, was man denn alles versuchen soll…

Adventskalender 2010

Weihnachtszeit ist Adventskalenderzeit. Doch nicht nur der heimische, meist mit Schokolade befüllte Adventskalender wartet darauf, geöffnet zu werden: Auch im Internet gibt es dieses Jahr wieder einige Adventskalender.

Bei Fernsehkritik.TV gibt es jeden Tag ein Türchen zu öffnen. Auf der Startseite dazu einfach rechts das richtige Türchen anklicken, schon erscheint ein Video. Jeden Tag gibt es eine DVD zu gewinnen, die Frage wird in dem Video gestellt und muss natürlich bis Mitternacht beantwortet werden. Eine geniale Aktion.

Auch Amazon bietet, nachdem der CyberMonday eher enttäuschent lief weil so schnell die Angebote weg waren, einen Adventskalender: Jeden Tag gibt es ein paar Produkte zu einem billigeren Preis.

Bei Politik.de gibt es einen politischen Adventskalender. Am 1. Dezember gibt es zum Beispiel ein Rezept, um „Westerwellen“ zu backen.

Für Webentwickler ist der Adventskalender der Webkrauts ein Muss. In dem diesjährigen Kalender dreht sich alles um das Thema „Kunden“.

Bei ProSieben gibt jeden Tag ein Video von den taff-Moderatoren.

Techno-Fans finden im Tanithblog einen Adventskalender mit 23 Techno-Tracks, am 24. wird einen Mix aus allen 23 Tracks geben.

Bei den Musikpiraten gibt es jeden Tag einen Song unter CC-Lizenz. Praktisch, denn diese Tracks dürfen kopiert, vervielfältigt und verbreitet werden – nehmt das, Musikindustrie, GEMA und Co.! ;-)

Auch merkwürdige Adventskalender gibt es: Warum hat zum Beispiel das Land Hessen einen eigenen Adventskalender? Auch die FDP-Fraktion hat einen Adventskalender (ganz unten auf der Startseite), indem es scheinbar jeden Tag ein Interview gibt. Das dürfte dann wohl eher was für Parteimitglieder sein.

Sicherlich habe ich noch einige Adventskalender vergessen. Tipps ab in die Kommentare.