Tweet Nest mit Twitter-API 1.1

Seit Anfang Juni funktionierte mein Tweet Nest-Archiv nicht mehr. Kein Wunder, denn Twitter hat auf eine neue API umgestellt. Das bisherige Tweet Nest wird anscheinend nicht mehr wirklich gepflegt und somit akzeptierte Twitter die Anfangen von Tweet Nest nicht mehr. Zum Glück ist das Tool Open-Source, somit gibt es bereits einen funktionierenden Fork.

Zunächst ladet man den Fork hier auf GitHub runter. Nachdem man sich die Daten aus der alten Config-Datei kopiert hat, die ganzen alten Tweet Nest-Daten vom Server schmeißen (die bisherige Datenbank behalten!) und den Fork hochladen – samt neuer (leerer) Config-Datei. Hintergrund ist, dass man einen neuen Setup-Vorgang machen muss, damit OAuth auch ordentlich funktioniert. Manuell ist das relativ aufwendig (ich habe das natürlich zuerst manuell versucht und nach einer halben Stunde aufgegeben).

Wenn alle Dateien hochgeladen sind einfach die setup.php aufrufen, dann kommt der bekannte Authentifizierungs-Button von Twitter, wofür man sich im Browser bei Twitter einloggen muss. Die üblichen Setup-Daten eingeben, nach dem Setup die setup.php löschen, loaduser.php und loadtweets.php abrufen und schon lädt Tweet Nest wieder wie gewohnt.

Hipp, hipp, hurra! Alles ist super, alles ist wunderbar.

UPDATE (03.07.2013): Der Entwickler hat den Fork nun doch in das offizielle Tweet Nest aufgenommen, ebenso einen Fork mit dem man sein Twitter-Archiv einspielen kann (das hatte ich mir auch schon gebastelt, aber nicht verbloggt).

Twitter-Backup mit Tweet Nest

Gestern wollte ich einen Tweet auf Twitter suchen – was angesichts der Twitter-Suche einfach grauenhaft ist. Die Twitter-Suche zeigt nämlich nur Tweets in einem gewissen Zeitraum in den Ergebnissen an, vermutlich ist die Twitter-Suche auf die letzten 4 Wochen beschränkt.

Jedenfalls habe ich dann gestern Tweet Nest installiert. Das geht ganz schnell: Runterladen, per FTP raufladen, eine Datenbank-Tabelle anlegen und einfach die Setup-Seite ausfüllen. Danach werden die letzten 3.200 Tweets automatisch in die Datenbank reingeladen – leider nicht mehr, weil Twitter nicht mehr zulässt.

Also: Je früher man anfängt, desto besser. Denn was Tweet Nest einmal in die lokale Datenbank reingeschoben hat, verschwindet nicht mehr. Damit das Backup auch auf dem neuesten Stand ist, sollte man entweder regelmäßig manuell die Tweets nachladen oder einen Cron-Job anlegen, der das einmal am Tag automatisch macht.

Die Installation hat etwa 5 Minuten gedauert. Am Ende hat man ein tolles, durchsuchbares und übersichtliches Archiv seiner Tweets, was als unabhängiges Backup funktioniert. Und das kostenlos, denn die Software ist Open-Source.

Das einzige, was man vielleicht noch verbessern könnte, wären die Links. Diese werden überwiegend nämlich als t.co-Links gespeichert und nicht mit der Zieladresse, was insofern etwas doof ist, falls Twitter irgendwann auf die Idee kommt, ältere t.co-Links nach einer gewissen Zeit zurückzusetzen. Ich würde Twitter sowas leider zutrauen.

Wer wissen will, wie das aussieht: Hier ist mein Tweet-Archiv.