Was Behörden in der Wikipedia ändern

Es gibt immer mal wieder Fälle, in denen Wikipedia-Artikel geändert werden und deren Autoren eine IP-Adresse des Bundestages oder eines der Ministerien oder Behörden besitzen. Jetzt gibt es einen Bot auf Twitter, der diese Änderungen alle anzeigt: @bundesedit. Das Script gab es vorher schon in den USA für den Twitterbot @congressedits und in England für @parliamentedits, entsprechend wurde es für Deutschland angepasst.

bundesedit
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Tweet Nest mit Twitter-API 1.1

Seit Anfang Juni funktionierte mein Tweet Nest-Archiv nicht mehr. Kein Wunder, denn Twitter hat auf eine neue API umgestellt. Das bisherige Tweet Nest wird anscheinend nicht mehr wirklich gepflegt und somit akzeptierte Twitter die Anfangen von Tweet Nest nicht mehr. Zum Glück ist das Tool Open-Source, somit gibt es bereits einen funktionierenden Fork.

Zunächst ladet man den Fork hier auf GitHub runter. Nachdem man sich die Daten aus der alten Config-Datei kopiert hat, die ganzen alten Tweet Nest-Daten vom Server schmeißen (die bisherige Datenbank behalten!) und den Fork hochladen – samt neuer (leerer) Config-Datei. Hintergrund ist, dass man einen neuen Setup-Vorgang machen muss, damit OAuth auch ordentlich funktioniert. Manuell ist das relativ aufwendig (ich habe das natürlich zuerst manuell versucht und nach einer halben Stunde aufgegeben).

Wenn alle Dateien hochgeladen sind einfach die setup.php aufrufen, dann kommt der bekannte Authentifizierungs-Button von Twitter, wofür man sich im Browser bei Twitter einloggen muss. Die üblichen Setup-Daten eingeben, nach dem Setup die setup.php löschen, loaduser.php und loadtweets.php abrufen und schon lädt Tweet Nest wieder wie gewohnt.

Hipp, hipp, hurra! Alles ist super, alles ist wunderbar.

UPDATE (03.07.2013): Der Entwickler hat den Fork nun doch in das offizielle Tweet Nest aufgenommen, ebenso einen Fork mit dem man sein Twitter-Archiv einspielen kann (das hatte ich mir auch schon gebastelt, aber nicht verbloggt).

Was macht die SAFE im Internet?

SAFE ist die „Schweizerische Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie“, vergleichbar mit der GVU in Deutschland. SAFE hat auf einer Veranstaltung („Provider Day 2013“) eine Liste mit Seiten verteilt, die sie gerne sperren würden. Diese Sperrliste hat der Chaos Computer Club Zürich veröffentlicht.

Lustig ist, dass SAFE eine Twitter-Suche zu dem Keyword „Urheberrecht“ in die Startseite eingebettet hat. Und so gibt es derzeit fast nur Tweets zu sehen, die auf den Netzpolitik.org-Bericht hinweisen – und darüber steht passender Weise „Was macht die SAFE im Internet?“. :-)

safe-tweets-fail

Das Social Media Team hat am Wochenende frei (UPDATE)

Ich bin ja schon länger der Meinung, dass die meisten Social Media Kanäle von Unternehmen vollkommen falsch konzipiert sind. Wer als großes (und damit meine ich wirklich großes) Unternehmen im Internet präsent sein will, sollte ein Social Media Team in zwei oder drei Schichten arbeiten lassen, von morgens 6 Uhr bis abends 23 Uhr sollte der Account bedient werden – und das täglich, sogar an Feiertagen.

Beispiele solcher Unternehmen sind Zeitungen wie @DerWesten, Fernsehsender wie @ProSieben und @ZDF, sogar die Bahn hat unter @DB_Bahn fast die von mir geforderten „Öffnungszeiten“, ebenso wie @Telekom_hilft. Nur am Wochende sieht es bei Bahn und Telekom etwas Mau aus, Feiertags ist dort geschlossen.

Das Stichwort heißt Personalkosten, denn die will natürlich niemand für ein großes Social Media Team ausgeben. Zumal es nur schwer messbar ist, ob durch Social Media auch höhere Gewinne (Produktverkäufe, Werbeeinnahmen, Quoten, …) erzielt werden. Und so gibt es mal wieder einen tollen Fall dazu: Vodafone hat einen Shitstorm buchstäblich verschlafen. Eine Kundin hatte auf der Facebook-Seite des Mobilfunkhändlers eine Beschwerde gepostet – das war letzten Mittwoch. Und dann passierte folgendes:

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