law blog und ARAG

Udo Vetter schreibt in der Ankündigung seiner „Kooperation“ mit der ARAG:

Experten der ARAG werden eigene, extra für das law blog konzipierte Beiträge zu aktuellen Urteilen und rechtlichen Themen veröffentlichen.

Der erste ARAG-Beitrag ist ähnlich auch auf der ARAG-Seite und als Pressemitteilung zu finden, er wurde lediglich etwas umgeschrieben.

Wenn sich schon von Beginn an keiner an die Spielregeln hält, brauchen wir nicht mehr über Glaubwürdigkeit zu reden. Von anderen ARAG-Geschichten ganz zu schweigen. Schade, das war ein Schuss in den Ofen.

#rp12-Nachlese (Teil 1)

Die re:publica 2012-Vorträge sind online und ich will zu einigen ein bisschen was notieren:

„Rockstars und Mimosen – wie die deutsche Blogosphäre veramerikanisiert wird“
Sascha Pallenberg ruft dazu auf, sich mal mit den Medien zu verbünden. Keine schlechte Idee, das Problem dürfte aber eher sein, dass die Medien wenig Interesse daran haben. Gerade die Anstrengungen beim Leistungsschutzrecht zeigen, dass die Medien die Blogger nicht gerade als Freunde haben wollen, sondern am Besten als zahlende Zweitverwerter oder sowas in die Richtung. Ansonsten das übliche Profi-Blogger-werden-Gequatsche.

„Spielregeln für das Netz – sicher publizieren in Blogs, Foren und sozialen Netzwerken“
Udo Vetter gibt ein Update seines #rp10-Vortrages. Anhand von aktuellen Beispielen zeigt er, wie sehr man im Internet aufpassen muss. Leider ist am Ende keine Zeit mehr für Fragen gewesen, beim nächsten Mal muss die re:publica Udo Vetter mal 1,5 Stunden Zeit einräumen.

„Self-Publishing“
Ein Talk der keiner ist: Die Personen stellen sich vor, was soviel Zeit geraubt hat, dass kaum noch Diskussionszeit war. Eigentlich schade, denn daraus ergeben sich keinerlei neue Erkenntnisse, auch wenn die unterschiedlichen Personen durchaus interessant sind.
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Nachschlag zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag

Noch ein paar Updates zu „Mein Blog bleibt. Und deins?“:

Udo Vetter hat heute auch noch einen längeren Text über den JMStV geschrieben. Fazit: „Blogger können leidlich gelassen bleiben“. Seiner Einschätzung zufolge sind die meisten Blogs auch unter „Nachrichten“ einzuordnen:

Überdies werden sich die viele Blogger darauf berufen können, (auch) tagesaktuelle, gesellschaftlich relevante Themen zu diskutieren und damit auf der Ebene üblicher redaktioneller Angebote zu stehen. Diese sind aber grundsätzlich von den Vorschriften ausgenommen. Was zum Beispiel dazu führt, dass Bild auch künftig online nackte Mädchen zeigen darf und Spiegel online auch mal einen Text zu pikanten Themen veröffentlichen kann, ohne sich um Altersvorgaben scheren zu müssen. Ich bin zuversichtlich, dass Gerichte eine Vielzahl von Blogs ebenfalls als ein quasi-journalistisches Angebot ansehen würden mit der Folge, dass sich die Frage nach Altersklassifikationen für sie gar nicht stellt.

Da kann auch Fefe wieder aufatmen.

Wer dennoch seinen Blog beschränken will (oder muss), für den gibt es mittlerweile zwei Plugins für WordPress:

Derzeit wird diesbezüglich auch zu einem Protest aufgerufen, heute von 18 bis 19 Uhr die Blogs abzuschalten. Ich mache da aber nicht mit, denn das bringt so absolut garnichts. Mag sein, dass die Blogleser dann darauf aufmerksam gemacht werden, aber man sollte meinen, das so ein Blogeintrag weitaus mehr Aufmerksamkeit erzielt. Die Politiker erreicht man mit so einer Aktion ohnehin nicht.

UPDATE: Das WordPress-Plugin von Sergej Müller ist jetzt auch auf wordpress.com und wird darüber mit Updates versorgt. Hier entlang.