360 Grad Prypjat

Vor 30 Jahren, am 26. April 1986, flog das Kernkraftwerk in Tschernobyl hoch. Aus diesem Anlass hat der WDR ein 360 Grad Video von der nun verlassenen Stadt Prypjat gedreht. Neben ein paar Drohnen-Aufnahmen werden auch ehemalige Bewohner in den verlassenen Gebäuden gezeigt, die aus dem Off von den Tagen damals berichten.

Mittels der Maus kann man in dem Video das Bild in verschiedene Blickwinkel drehen, einfach auf eine Stelle klicken und in die Richtung drehen, die man sehen möchte.

(Direktlink)

Das ganze ist nichts weltbewegendes, aber durchaus interessant, falls man nicht schon zig Tschernobyl-Bilder gesehen hat. Spannender wäre es natürlich, wenn sie noch mehr solcher Videos zum Beispiel auch in dem Reaktorgebäude gemacht hätten, um dort selbst auf Entdeckungstour zu gehen. Das dürfte aufgrund der heute noch hohen Strahlung aber nicht so einfach sein.

Beim WDR gibt es noch ein Making-of, wo sie erklären, wie sie das gedreht haben – mit GoPros und Halterungen aus einem 3D-Drucker. Die Sondersendung von Quarks & Co. zu Tschernobyl kommt am Dienstag im WDR und ist auch schon online.

Unterschiede?

Wilfried Schmickler in den Mitternachtsspitzen vom 10. Mai 2014 über die Ukraine-Krise:

Wie heißt der gewählte Präsident, der Unschuldige ohne Gerichtsverhandlung in Lagern interveniert, wo sie systematisch gefoltert werden? Wer ist verantwortlich für den Aufbau eines globalen Überwachungsapparates? Wer duldet in seinem Land die Vollstreckung der Todesstrafe auf eine Weise, wie sie barbarischer und unmenschlicher nicht sein kann?
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"Sie haben Hunde getötet!" – "Ihr Schweine!"

Im Moment wird vorallem auf Facebook gegen die Europameisterschaft 2012 mobil gemacht. Da gibt es Bilder wie dieses hier, dieses hier oder dieses hier. Tausende Male geteilt, tausende Male darüber empört und aufgeregt, dass die böse Ukraine die lieben Hunde abschlachtet. Furchtbar! Skandal! Die Welt geht unter!!11einself!

Liebe Leute, die ihr euch da empört: Warum braucht man erst eine Europameisterschaft, damit ihr euch darüber empört? Weil euch das vorher niemand gesagt hat? Oder vielleicht eher, weil ihr alle auf dem Hype mitschwimmt, euch sonst aber für Tierschutz eher so gar nicht interessiert? Letzteres gibt natürlich niemand zu, wer will schon als nicht tierlieb gelten, das ist in unserer Gesellschaft fast genauso Tabu wie über Sex zu reden.

Aber vielleicht könnt ihr mal darüber nachdenken. Und, wenn ihr wirklich so tierlieb seid, dann holt euch mal ein Tier aus dem Tierheim und pflegt es. Natürlich ist es weitaus bequemer, bei Facebook auf „Teilen“ zu klicken und sich dann den Tierschutz-Fleißpunkt aufzukleben, doch damit ist keinem Tier geholfen. Weder in der Ukraine, noch hier bei uns.

Übrigens, die UEFA verkündet, dass die Ukraine die Tötungen beenden wollen. Ihr könnt also jetzt das mit dem Tierheim machen oder zumindest eure nervige Facebook-Teilerei mit Pseudo-Tierschutz aufhören. Danke.