FAZ veröffentlicht E-Mail-Texte

Erinnert ihr euch noch, wie damals FAZ und Co. die große Urheberrechts-Kampagne gefahren haben? Nun, sie selbst nehmen das mit dem Urheberrecht nicht ganz so genau:

Ein naives Vorgehen, was ja eigentlich nur bedeuten kann – die Einwilligung des Autors ist bei Veröffentlichungen in der „FAZ“ nicht notwendig. Hauptsache, genügend Redakteure haben eine Email erhalten. Dann landet der Text einfach direkt im Netz oder im Blatt, quasi als Raubdruck und unter Umgehung jeder Form des gesetzlich verankerten Urheberrechts.

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30C3: C3S, Remix, Neusprech

2 Takte später
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Danny Bruder und Meik Michalke von der C3S erzählen, was 2013 alles passiert ist und wie es demnächst mit der Alternative zur GEMA weitergehen wird. Das wird noch richtig interessant werden, habe ich das Gefühl. Dass einzige, was nervt, ist die lange Zeit, bis die C3S zugelassen werden kann. Aber da kann man ja nichts machen. :-(

Recht auf Remix
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In dem Vortrag geht es natürlich über die gleichnamige Kampagne der DigiGes. Leonhard Dobusch erzählt zunächst von der Geschichte der Remix-Kultur, zeigt Beispiele wie den IG-Metall-Wahlwerbespot auf und stellt schließlich die Kampagne vor. Sehr spannend ist, dass Moritz Jacobs gerade an einem Remix-Online-Museum arbeitet, dass zur re:publica 2014 online gehen soll.
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Die Doppelmoral der Urheber

Ihr erinnert euch an die offenen Briefe in der Urheberrechtsdebatte letztes Jahr, die an jeder Ecke aufsprießen? Der Tenor war damals immer der gleiche: Wir sind Urheber (Musiker, Schauspieler, Drehbuchautoren etc.) und wollen, dass für unsere Werke auch bezahlt wird. Die Netzgemeinde™ hielt dagegen, dass Kultur frei nutzbar sein sollte und man neue Vergütungsmodelle finden müsste.

Jetzt habe ich gerade bei irights.info von einem neuen offenen Brief von Urhebern gelesen. Darin heißt es:

Die digitale Revolution und das Aufkommen des Internets machen eine Anpassung des Urheberrechts zwingend notwendig.

Letztes Jahr klang das noch so:

Die neuen Realitäten der Digitalisierung und des Internets sind kein Grund, den profanen Diebstahl geistigen Eigentums zu rechtfertigen oder gar seine Legalisierung zu fordern.

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Links 18

saschalobo.com: Marusha, Merkel und das deutsche Problem
Marusha hat der Die Welt ein Interview gegeben. Sascha Lobo kommentiert es ausführlich und legt dar, warum Marusha ein Merkel-Fan ist. Einfach köstlich, besonders am Ende.

Netzpolitik.org: Copyrightverstoß in PRISM-Logo
Hihi, nichtmal die NSA kommt mit dem Urheberrecht klar.

YouTube: Telekom – Netz der Zukunft
Guter Animationsfilm von Alexander Lehmann zur Drosselkom, gesprochen von Mario Sixtus. Die Seite netzneutralitaet.cc scheint wohl eher als Satireseite gedacht, ist nämlich nur für Großbildschirme „optimiert“.

YouTube: Großer Auftritt: Politiker in Gummistiefeln
Politikberater Ralf Schneider über die Inszinierung der Politiker beim Hochwasser:

Wenn ich mich als tatkräftiger, anpackender Politiker zeigen will, dann ist das eine Riesenchance, noch dazu über alle Parteigrenzen hinweg dort präsent zu sein und einfach auch mit meiner Rhetorik und so weiter zu zeigen: Ich bin einer, der euch helfen kann, auch in anderen Fällen.

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Was macht die SAFE im Internet?

SAFE ist die „Schweizerische Vereinigung zur Bekämpfung der Piraterie“, vergleichbar mit der GVU in Deutschland. SAFE hat auf einer Veranstaltung („Provider Day 2013“) eine Liste mit Seiten verteilt, die sie gerne sperren würden. Diese Sperrliste hat der Chaos Computer Club Zürich veröffentlicht.

Lustig ist, dass SAFE eine Twitter-Suche zu dem Keyword „Urheberrecht“ in die Startseite eingebettet hat. Und so gibt es derzeit fast nur Tweets zu sehen, die auf den Netzpolitik.org-Bericht hinweisen – und darüber steht passender Weise „Was macht die SAFE im Internet?“. :-)

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