Müllcontainer-Videoüberwachung

Bayern hat Probleme bei der Mülltrennung in den großen Papier- und Glas-Containern. Die Städte gehen das verschieden an: Die Stadt Ebersberg setzt einen Detektiv zur Ermittlung der „Müllsünder“ ein, in der Stadt Rosenheim ist mittlerweile eine Mitarbeiterin vom Umweltamt an den Containern und beratet die Bürger.

Natürlich gibt es auch die Idee, Videoüberwachung einzusetzen, wie sie in England schon alltäglich ist. Die Stadt Vaterstetten hat da gerade ein Pilotprojekt zusammen mit Bosch (die mit den Bohr- und Waschmaschinen), bei dem die Container bald per Video überwacht werden, zunächst nur für drei Monate.
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Videoüberwachung hat „keine abschreckende Wirkung“

Hans-Peter Friedrich (CSU) möchte mal wieder mehr Videoüberwachung haben. Dazu hat sich der WDR mal in NRW umgesehen (Cache; sehr schön, dass sie dort direkt von Big Brother schreiben) und festgestellt, dass es derzeit nur zwei Videoüberwachungen in ganz NRW gibt: In Mönchengladbach und in Düsseldorf.

Die Überwachung in Düsseldorf hat sich der WDR genauer angesehen. Täglich ab 15 Uhr bis in die frühen Morgenstunden wird die Bolkerstraße in der Düsseldorfer Altstadt überwacht. Ein Polizist guckt sich die Bilder der Kameras an und alarmiert seine Kollegen, wenn sich Auseinandersetzungen oder Straftaten anbahnen. Zusätzlich werden die Bänder 14 Tage lang gespeichert, bei Straftaten länger.
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Drohnen-Überwachung auf SWR-Sommerfest geplant

Der Chaos Computer Club (CCC) hat heute eine Pressemitteilung veröffentlicht. Demnach soll ein Sommerfest vom SWR am Sonntag in Heidenheim mit Militärtechnik des Frauenhofer-Instituts überwacht werden, unter anderem sollen Drohnen zur Videoaufzeichnung eingesetzt werden.

Money-Quote:

Das Friedensplenum Mannheim [4] schätzt das Fraunhofer-Institut IOSB als Institution ein, die sich überwiegend durch militärische Auftragsforschung finanziert und zum »effizienteren Töten beiträgt«.

Besonders toll ist auch die Begründung des Frauenhofer-Instituts, weshalb sie beim SWR-Sommerfest die Überwachungstechnik einsetzen: Wegen der Loveparade!

Ja ne is klar, vor der Loveparade brauchte man ja auch immer ein Militär-Aufgebot, um sichere Veranstaltungen durchzuführen. Wie einfach gestrickt diese Versuche doch sind, und wie einfach die Öffentlich-Rechtlichen darauf hereinfallen. m(

ULD: 2-Klick-Button reicht nicht aus

Wo wir gerade beim ULD und Thilo Weichert sind: Die wurden auch auf den 2-Klick-Button von Heise angesprochen. Und der reicht den Herrschaften natürlich auch nicht aus, wie sie in ihrer Pressemitteilung schreiben:

Bevor Plugins und Fanpages von Facebook datenschutzkonform genutzt werden können, muss sich das Unternehmen noch gewaltig bewegen. Die teilweise vorgeschlagene ´Lösung` über einen Doppelclick, bei dem zunächst eine Informationsseite geöffnet und eine Einwilligung eingeholt wird, geht zweifellos in die richtige Richtung, aber nur den halben Weg: Die Profilbildung bei Facebook lässt sich derart nicht verhindern, wenn man den Plugin nutzen möchte. Zudem setzt eine wirksame Einwilligung voraus, dass Nutzende wissen, worin sie einwilligen. Da Facebook aber bisher nicht offenlegt, was es mit den Nutzerdaten macht, fehlt es weiterhin an der nötigen Information.

Ja ne, ist klar. Ich frage mich ja langsam ernsthaft, ob die überhaupt wissen, wovon sie da reden. Wenn sich ein Facebook-Nutzer die AGB nicht durchliest, in der steht was mit den Daten gemacht wird und die er beim Anmelden bestätigen muss, dann ist das doch wohl nicht das Problem der Website-Betreiber. Wenn Facebook diese AGB zu ungenau schreibt, dann sollte das ULD eben weiter mit Facebook darüber reden aber mal die Website-Betreiber rauslassen.

Wo ist eigentlich mein Opt-In bei der öffentlichen Videoüberwachung? Da weiß ich ja auch nicht, welche Behörden/Unternehmen die Aufnahmen kriegen und was damit gemacht wird. Herr Weichert, übernehmen Sie!

CCTV: Videoüberwachung in der Kritik

Die ZEIT ist jetzt auch darauf gekommen, dass die Videoüberwachung in Großbritannien bei der Randale kläglich versagt hat. Und (Überraschung!) selbst die Polizei fordert, dass es mehr Personal geben soll, stattdessen sollen weitere Stellen gestrichen werden. Ähnlichkeiten mit Deutschland sind bestimmt rein zufällig.

Übrigens ist mir dazu ein passendes Lied eingefallen: „Handlebars“ von Flobots. Den Videoclip gibt es hier auf MyVideo. Die singen, dass die Politiker mächtig und sicher sind, bei Aufständen könnten die Politiker Zwangsimpfungen und zielsichere Tötungen per Satellit bis hin zu Völkermord erwirken.

Soweit ist es in England dann zum Glück doch nicht gekommen, aber die Single aus 2008 passt doch recht gut zu den Ereignissen in England.