Clipfish: Die heimliche YouTube-Alternative?

Ich erzähle euch nichts neues, die gesperrten Musikvideos auf YouTube sind ätzend, bloß weil die GEMA sich nicht mit YouTube einigen kann. Klar kann man Proxys nutzen, aber das ist auf Dauer auch nervig. Jetzt bin ich zufällig auf Clipfish gekommen. Clipfish gehört RTL, hat ein grottiges Design – und seit kurzem Musikvideos ohne Sperren.

Die Musikvideos werden überwiegend (wie bei YouTube) im MP4-Format gestreamt, es gibt aber auch f4v-Dateien und somit sind die meisten Videos in guter Qualität vorhanden und mittels Plugins auch downloadbar (z.B. FlashGot) . Da nehme ich dann auch das Auto-Play auf der Musikseite in Kauf, die meisten Videos sind sogar 720p, kleinere werden zumindest online auf 720 Pixel Breite gezogen. Das liegt vermutlich daran, dass die Labels unterschiedlich große Videos auf Clipfish laden.

Im Gegensatz zu MyVideo, die übrigens immernoch ausschließlich grottige FLV-Videos streamen, kann man mittels AdBlock Plus auch die vorgeschalteten Werbespots unterdrücken. Das macht Clipfish zur ernsthaft guten YouTube-Alternative, natürlich sei auch noch Vimeo genannt, die auch in der Regel in MP4 (aber sehr unterschiedlichen Auflösungen) streamen und gar keine vorgeschalteten Werbespots haben.

Oh und noch was: Bei Clipfish sind die Musikvideos alle automatisch in irgendwelchen Playlists, wenn das Video abgelaufen wird ladet automatisch das nächste Video und das kann Genre-mäßig total abweichen. Aber auch das kann man in Kauf nehmen.

Die bei Basicthinking angesprochenen Suchprobleme kann ich leider bestätigen, das ist wirklich katastrophal. Hier ist mein Tipp, einfach mittels Google Video zu suchen, da sieht man auch ob YouTube oder Vimeo das Video hat. Natürlich kann man auch dort gezielt nach Clipfish-Videos mit „[musiktitel und künstler] site:clipfish.de“ suchen.

Meine persönliche Musikvideo-Portale-Toplist ist nun 1. YouTube, 2. Vimeo und 3. Clipfish. Alle anderen Videoportale pendeln darunter. Wie sieht’s bei euch aus?