Maschmeyer vs. NDR

Da ist die „Panorama“-Redaktion mit ihrer Dokumentation „Der Drückerkönig und die Politik“ dem AWD-Gründer Carsten Maschmeyer scheinbar ziemlich auf den Schlips getreten, der fährt ein Großaufgebot an Anwälten, inklusive Abmahnungen an die Privatadressen der Reporter (die Papierflut-Methode).

Das ist wirklich unglaublich und ich hoffe, dass der NDR und die „Panorama“-Redaktion genug Rückgrat haben, dem Stand zu halten. Unsere deutschen Gesetze sollten eigentlich gut genug sein, dass die Dokumentation am Ende vollkommen legitim ist, falls es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung kommt.

„Panorama“ hat übrigens schon einen weiteren Bericht über Maschmeyer ausgestrahlt: „Die Unschuld vom Maschsee“. Darin widerlegt Christoph Lütgert einzelne Aussagen von Maschmeyer’s Interview in der BILD, welches nach Ausstrahlung der Drückerkönig-Dokumentation gemacht wurde. In der Anmoderation sagt „Panorama“-Moderatorin Anja Reschke:

Alles klar, Carsten Maschmeyer demonstriert seine Stärke. Er hat sehr viel Geld, ausgezeichnete Kontakte zu vielen Politikern, bekannten Persönlichkeiten und einigen Medien. Das könnte also schon einschüchtern, aber wissen Sie, im Anlegen mit mächtigen Personen hat „Panorama“ seit 50 Jahren Erfahrung.

Ich wünsche der „Panorama“-Redaktion viel Druchhaltevermögen, denn die Dokumentationen (nicht nur über Maschmeyer) sind sehr interessant und sehr wichtig für den investigativen Journalismus in Deutschland!