Petition für Wasserkraft statt Atomkraft

Drüben beim Lästerschwein gefunden, geht gerade auf Twitter rum: Beim deutschen Bundestag gibt es noch bis morgen folgende E-Petition zum Mitzeichnen:

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, das von Norwegen angebotene „Seekabel“ als Bestandteil alternativer Stromversorgung in die Kraftwerksnetzanschlussverordnung (KraftNAV) aufzunehmen und den Begriffen „Netz“ und „Kraftwerk“ gleichzustellen. Dieser Strom wird durch Wasserkraft erzeugt und ist zuverlässig abrufbar. Überschüssiger dt. Strom wird in Norwegen gespeichert und bei Bedarf nach Deutschland zurückgeholt, was den stufenweisen Ausstieg aus der Stromgewinnung mit Kernspaltung bedeutet.

Begründung

Begründung: Einige Bundesländer verstärken den Ausbau der Windenergie in der, meiner Meinung nach trügerischen, Hoffnung, den Bürgern dadurch „sauberen Strom“ anbieten zu können. Leider ist jedoch stets der Betrieb eines konventionellen, flexiblen und zuverlässigen Energielieferanten im Hintergrund von Nöten, um bei Windausfall und der daraus resultierenden schwankenden Stromversorgung den Bedarf abdecken zu können. Kommt, wie in Brandenburg beschlossen, zusätzlich der geplante Ausbau von Windkraftanlagen in Industrieausmaßen in Wäldern hinzu, wofür zig tausende von Bäumen gefällt, mehrere hundert tausend Tonnen Beton für Fundamente und Zuwegung verbaut und Flora und Fauna zwangsläufig zerstört werden, muss die Frage erlaubt sein, ob dies der Weg in die Zukunft sein kann und darf und wir dadurch wirklich einen Klimaschutz erreichen. Durch das Seekabel könnte von deutschen Windkrafträdern überschüssig erzeugter Strom in norwegischen Pumpspeicherkraftwerken gespeichert und bei Bedarf nach Deutschland zurückgeholt werden. Niedersachsen hat bereits den Anschluss an Norwegens Seekabel beschlossen und fängt damit zugleich die Schwankungen ab, die ansonsten Atomkraftwerke für Windräder ausgleichen müssten, denn der Seekabel-Strom wird durch gespeicherte Wasserkraft erzeugt und ist dementsprechend zuverlässig abrufbar. Seekabel könnten den schrittweisen Ausstieg aus der Atomernergie fördern, den Bau neuer Windkrafträder und die damit verbundene Wandlung des Landschaftsbildes sowie die noch nicht überschaubaren Nachteile für Mensch und Tier verhindern und die Strompreise in Deutschland ökonomischer gestalten.

Hintergrund zu dem Seekabel gibt es auch in diesem Bericht von „Report Mainz“ (SWR).