Links 19 [UPDATE]

wirres.net: bezahlschranken überall
Felix Schwenzel über die fehlenden Möglichkeiten, für einzelne Artikel speziell bei der Süddeutschen Zeitung zu spenden. Ich hätte da eine Verschwörungstheorie zu: Das machen die Zeitungen extra, damit man sich die Print-Zeitung oder das Abo kauft und damit der Print-Verlust aufgefangen wird. Zutrauen würde man es ihnen.

iRights.info: Creative Commons und C3S: Die Widersprüche der GEMA
Sven Scholz nimmt den Spin der GEMA gegen die C3S auseinander. Ergebnis:

Die Behauptung, die C3S sei keine echte Alternative zur GEMA, lässt sich argumentativ nicht nur nicht halten, sie ist schlicht falsch.

Besonders lustig: Die GEMA, die da versucht Stimmung gegen die C3S zu machen damit ihr die Mitglieder nicht weglaufen, wirft Scholz Stimmungsmache vor. :-D
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Zack!

Der Preis für die beste Integration einer Print-Überschrift in den Online-Auftritt 2012 geht an das Hamburger Abendblatt:

abendblatt-gebuehren

Der Artikel „Zack! – Und gleich kostet es Gebühren“ handelt aber nicht von den irrsinnigen Paywalls der Zeitungsverlage sondern natürlich von dem neuen Rundfunkbeitrag (ehemals GEZ) und der Verschiebung der neuen GEMA-Clubtarife. Übrigens, mobil ist der Artikel ohne Paywall sichtbar (Vorsicht, Springer-Zeitung).

Links 13

Neue Links, diesmal mit ganz viel digitaler Demenz.

CARTA: Zwischenbilanz zu Spitzers “DigitaleDemenz”
Martin Lindner, selbst Hirnforscher und Dr.phil.habil. (Literaturwissenschaft, Semiotik, Medienwissenschaft) über Spitzers Buch:

Sobald man ein klein wenig näher hinschaut (was NormalleserInnen nicht tun und auch kaum können), sieht man, dass es hier keine (!) klaren wissenschaftlichen Ergebnisse gibt, die als bewiesen gelten dürfen – obwohl Spitzer ständig gegen seine Feinde, die Medienpädagogen, polemisiert und auf “über 200 Studien” verweist, die er ausgewertet habe.

taz: Keinen Plan vom Netz
André Spang, twitternder Lehrer und Pianist:

Wenn man das Netz produktiv nutzt, dann wird es auch den Verstand fordern. Oberflächlicher Konsum hingegen selbstverständlich nicht. Genau hier liegt aber das pädagogische Potenzial: Dass Schüler lernen, Inhalte produktiv und ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend zu gestalten. Dabei selbstbestimmt vorzugehen und sich auch Fragen, Ziele und Antworten selbst zu stellen.

Der Artikel ist sehr lesenswert, denn er schreibt dort auch, wie man z.B. Blogs und Wikis im Unterricht einbinden kann. Das klingt alles sehr vernünftig.
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Manipulierte Verkaufszahlen

Ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber ich betrachte Auflagenzahlen von Zeitungen immer kritisch. Und ich finde sie bedeutungslos, weil die Anzahl der Leser ohnehin nicht messbar ist. Das ist wie mit den Fernsehquoten: Es hilft nicht, nur einen paar Leute zu fragen und das dann hochzurechnen.

Und hier haben wir auch einen Fall, wie man diese Statistiken manipulieren kann: Die österreichische Zeitung „News“ (welch einfallsreicher Name) hat über Jahre hinweg falsche Verkaufszahlen gemeldet. Ja, richtig gelesen: Die Verlage liefern die Verkaufszahlen! Das wäre ungefähr so, wie wenn RTL die Anzahl der eigenen Fernsehzuschauer bekannt geben würde. Was für eine Farce.